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Heute, 18:44

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Dolchbajonett 1899 Militärmusik

Hallo Highpower625, danke für deinen "Spielmann". Bild 3410 zeigt die interessante Variante, bei der die Gegenseite des abgeschliffenen Drückers rund ausgebohrt worden ist. Es existieren auch Varinaten ohne runde Ausbohrung mit beidseitigem Plattschliff. Ich vermeine auch noch eine der Nieten zu erkennen, mit der der Bajonettknauf am Angel befestigt ist. Die Vernickelung wurde vom Träger auf eigene Kosten vorgenommen. Die Militärzeitschriften aus dieser Zeit sind voll von Inseraten, in denen Ver...

Samstag, 13. Januar 2018, 20:32

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Tragtasche (Frosch) Stichbajonett 1889/00/11

Hallo Dragoner, hast du dir schon einmal überlegt, woher der ausdruck "Frosch" kommt. Gewiss ist, das dieser Ausdruck nicht ordonnanzmässig ist, denn die ganze Beschaffungsliteratur (Zeichnungen, Ausrüstungstabellen, Ausschreibungen) sprechen von Bajonettscheidentasche, Bajonettscheidtasche, Scheidentaschen oder Scheidtaschen. Ich vermute, der Ausdruck stammt von den messingenen Haken an den Waffenröcken der Ordonnanz 1896. Diese hatten ein froschmaulähnliches Aussehen. Auf diese "Frösche" kam d...

Freitag, 12. Januar 2018, 18:57

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Mir unbekannte Variante des französischen Grenadiersäbels M 1790

Hallo Fagan, das ist ein sehr schönes Beispiel eines Säbels aus dem 18. Jh., der mit einem "moderneren" Griff wiederverwendet worden ist. Meiner Ansicht nach handelt es sich nicht um eine französische Armeewaffe. Die französischen Grenadiersäbel Modell 1767 mit dem zweiteiligen Griff und Winkelbügel haben wesentlich massivere und schwerere Griffe. Die französischen Säbel aus dieser Zeit haben Keilklingen und sind bis zure Revolution mit GRENADIER beschriftet und weisen das verschlungen Doppel L,...

Montag, 8. Januar 2018, 19:30

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Rittmeister Zürich um 1700 ?

Solche magische Zahlen können auch mit der Quersumme gedeutet werden. Hier ist sie eins.

Montag, 8. Januar 2018, 16:51

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Reversible Holzstücke in der Aufpflanznut

Hallo Dragoner die Bilder 005 bis 010 zeigen ein Holzstück, das leicht in die Holznut eingeführt und wieder entfernt werden kann. Der Träger dieses Bajonetts muss ein praktischer Mensch gewesen sein, denn er hat auf der Aussenseite eine Kerbe eingeschnitten, damit er mit einem Fingernagel das Holzstück aus der Nut ziehen kann. Holz neigt bei trockener Luft ja dazu, zu schwinden. Solche Holzverschlüsse lottern in der Nut und erfüllen ihren Zweck nur beschränkt. Holz kann aber auch quellen, dann s...

Freitag, 5. Januar 2018, 19:16

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Dolchbajonett 1899 Militärmusik

Hallo Rothbarsch, da muss ich dich leider enttäuschen. Da gibt es nichts. In Vorbereitung ist ein Buch über Zürcher Blankwaffen im 18. Jahrhundert. Ein entsprechendes Buch über Berner Blankwaffen kam leider nicht zustande.

Freitag, 5. Januar 2018, 19:11

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Rittmeister Zürich um 1700 ?

Hallo Rothbarsch, auf meinen Beitrag zu Weidmesser aus dem Kanton Zürich, 1770 und später, hat mir Jagdsammler folgende Antwort geschickt: Zu den Klingen mit magischen Zahlen und Wolfsdarstellung (ja es soll ein Wolf sein) wäre noch zu erwähnen, dass es sich um Solinger Produkte handelt die mit den Meistern Abraham und Johann Berg, Teschen und Sohn, Peter Mumm, Beyersberg und Abraham Martens in Verbindung gebracht werden. Siehe hierzu: "Hirschfänger" von Herbert H. Westphal Seite 402. Noch ein H...

Donnerstag, 4. Januar 2018, 23:42

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Dolchbajonett 1899 Militärmusik

Hallo Dragoner, für den Hinweis auf die Holzstücke, die zum Schutz vor Dreck in die Nut gesteckt werden konnten, bin ich dir sehr dankbar. Bei entsprechende Exemplaren der Modelle 1918 und 1918/55 in meiner Sammlung mit Holzstück in der Nut glaubte ich nicht so recht an Bajonette für Spielleute, da die Bajonette mit ihrer Nummer plausibel einem Gewehr mit entsprechender Nummer zugeordnet werden können. Werde meinen Beitrag anpassen und komplettieren und mit Bildern versehen. Da zeige ich noch ei...

Mittwoch, 3. Januar 2018, 20:53

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Dolchbajonett 1899 Militärmusik

Hallo Dragoner es freut mich sehr, dass du zu Beginn des neuen Jahres eine Diskussion über Bajonette in Gang bringst. Letztes Jahr habe ich viel Zeit investiert mit Recherchen über die Bewaffnung der Spielleute. Mit Beschluss des Bundesrates vom 21. Dez. 1867 wurde der kurze Säbel (Briquet) abgeschafft. Von nun an wurden die Nichtgewehrtragenden mit dem Faschinenmesser 1842/52 ausgerüstet, so auch die Spielleute. Im Sinne einer Vereinheitlichung der Bewaffnung wurden die Spielleute-Rekruten der ...

Donnerstag, 30. November 2017, 20:32

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Säbel für Mannschaften der Artillerie, Sappeure, Pontoniere, Train und Jäger nach Muster 'Briquet' , Zürich

Hallo joehau, seit Jahren versuche ich mit Sammlern und Forschern den Spuren der Schweizer Briquets zu folgen. Dabei sind noch viele Fragen offen, doch einige Erkenntnisse sind klar. Wir müssen uns von der Vorstellung eines Schweizer Briquets lösen. Vor 1817/18 haben die Kantone die leeren Zeughäuser wieder bestückt. Als Infanteriesäbel beschafften sie kurze Säbel mit ein- oder zweiteiligen Griffen in der Art des französischen Säbels für Grenadiere 1767. Zahlreiche Säbel aus dem 18. Jh. mit Rück...

Dienstag, 21. November 2017, 07:50

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Ich bin dann wohl der Neue!

Hallo MW-Blankwaffen. entschuldige, dass ich dir nicht gleich auch noch die bestehenden Publikationen angegeben habe. Den Kroker (zweite Auflage) muss ich gerade kopieren. Ich bin am Kostenvoranschlag. Die Schweizerische Nationalbibliothek in Bern ist sehr hilfsbereit und kooperativ, mach wie du willst. Die Französischen Briquets der Modelle AN IX, XI und XIII sowei ihre Vorgängermodelle sind erschöpfend abgehandelt in: Michel Pétard, DES SABRES ET DES ÉPÉES, Troups è Pieds - de Louis XIV à nos ...

Samstag, 11. November 2017, 15:52

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Ich bin dann wohl der Neue!

Hallo MW Blankwaffen, Kroker hat für seine Ausstellung im Alten Zeughaus Solothurn (Hauptstadt Solothurn, im Kanton Solothurn) eine A4 Broschüre verfasst. Da die ausgestellten Schweizerischen Exponate unbefriedigend bezeichnet waren, gabe es eine Neuauflage. In der Kroker Broschüre findest du den roten Faden, aber wenn du länderweise in die Tiefe gehen willst, musst du wahrscheinlich selber forschen.

Mittwoch, 8. November 2017, 06:53

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Säbel für Infanterie, Artillerie, Jäger und Train, Eidgenössische Ordonnanz 1817

Danke für den Hinweis joehau, das habe ich verwechselt. Ich hatte einmal ein schweizerisches Briquet mit einer belgischen Scheide, wahrscheinlich eine Sammlermontierung. Die Scheide war mit dem gleichen Mundstück ausgestattet, der Stempel auf der Scheide zeigte ein Jahr um 1880, das eingestanzt R-ähnliche Zeichen war ebenfalls vorhanden. Der Stiefel war auch eingenäht und liess nur den metallenen Ortknopf frei. Beim dritten Bild von links nach rechts unter dem Titel "Vorstehende Rillen am Brique...

Mittwoch, 8. November 2017, 06:37

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Ich bin dann wohl der Neue!

Willkommen Martin und Hallo Koppel, es gibt ja nichts, was es nicht gibt. Ich habe in meiner Sammlung von Schweizer Briquets auch die französischen Briquet-Ahnen sowie ein Briquet mit Griff AN IX und einer Klinge der Cavalerie légère.

Montag, 6. November 2017, 19:52

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Säbel für Infanterie, Artillerie, Jäger und Train, Eidgenössische Ordonnanz 1817

Hallo joehau, ein sehr schönes Briquet mit AN IX Griff. Was mir besonders auffällt, dass die Scheide - ersichtlich ist lediglich das Mundstück - noch original holländisch ist mit den langen Garnituren. Besonders interessant auch, wie die historische Zäsur mit B und Jahreszahl deutlich markiert wird.

Montag, 30. Oktober 2017, 15:04

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Unterschied zwischen den Modellen 1817 und den Modellen 1842/52

Bei den Briquets mit Keilklingen ist die fehlende oder vorhande Wurzel ein untrügliches Merkmal. Die Modelle nach Ordonnanz 1817 haben meist leichtere Klingen ohne jeden Ansatz von einer Wurzel. Die späteren Modelle nach Ordonnanz 1842/52 haben eine sehr ausgeprägte Wurzel an der Klinge. Die Klingen der Ordonnanz 1842/52 sind in der Regel schwerer als die 1817er Klingen, weil sie einen breiteren Rücken aufweisen, der bis zu 1 cm mächtig sein kann.

Montag, 23. Oktober 2017, 11:26

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Wo sind sie geblieben?

Es ist schon etwas ärgerlich. Bei meinem heutigen Artikel über Schweizer Briquets erscheinen die Anführungs- und Schlusszeichen nicht, statt dessen eine wirre Folge von Sonderzeichen.

Montag, 23. Oktober 2017, 11:12

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Briquets nach Ordonnanz 1817 und nach Ordonnanz 1842/52

Guten Tag Joehau, es freut mich sehr, dass du dich für die Schweizer Briquets interessierst. Du zeigst uns auch ein sehr schönes Exemplar der Ordonnanz 1842/52. Vielen Dank. Ich gebe dir gerne eine etwas umfassendere Antwort auf deine Fragen. Zitate hae ich kursiv oder in Grossschrift angegeben. BRIQUETS DER ORDONNANZ 1817 Die Ordonnanz von 1817 beschreibt das Briquet als EIN SÄBEL oder als SÄBEL. Grund für das Fehlen jeglicher Beschreibung ist die damalige Arbeitsweise mit Musterexemplaren. Jed...

Samstag, 14. Oktober 2017, 20:31

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Säbel aus der REPUBBLICA CISALPINA

Danke corrado 26 für den interessanten Hinweis. Ist neu für mich und hochinteressant.

Samstag, 14. Oktober 2017, 13:37

Forenbeitrag von: »schmiede39«

Säbel aus der REPUBBLICA CISALPINA

Die Repubblica Cisalpina bestand nur vom 29. Juni 1797 bis zum 26. Januar 1802. Die Republik entstand während der Kriege zwischen Frankreich und seinen europäischen Machtrivalen. Die Repubblica Cisalpina mit der Hauptstadt Milano umfasste die Gebiete der heutigen Lombardei und der Emilia Romagna ohne das Herzogtum Parma. Ab 1802 änderte sie ihren Namen in Italienische Republik. 1805 löste Kaiser Napoleon die Italienische Republik auf und gründete das Königreich Italien. Die Krone setzte er sich ...