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Samstag, 4. Januar 2014, 09:56

Offiziersdolch M1917 mit Steckkuppel

Hallo Sammlerfreunde


Nachdem ich den Marinedolch M1917 vorgestellt habe, möchte ich euch den Offiziersdolch M 1917 zeigen.
Eine Rarität ist, dass ich diesen Dolch komplett mit Steckkuppel präsentieren kann.

Gesamtlänge mit Scheide 440 mm
Länge ohne Scheide 415 mm
Länge der Klinge 285 mm
Breite der Klinge 25 mm
Dicke der Klinge 5mm
Gewicht mit Steckkuppel 712 gr.

Grüße Willi
Willibald Meischl

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Samstag, 4. Januar 2014, 17:14

Hallo Willi!
Auch diesmal eine sehr gelungene Präsentation, in einer Qualität, wie wir diese von dir schon fast gewöhnt sind-danke dafür!
Die Bezeichnung Dolch anstelle Bajonett ist hier wirklich richtig und angemessen, da hier die Merkmale des Bajonetts fehlen. Die fehlende Eignung und Verwendung als Bajonett kam aber öfters bei den diversen "schöneren" und privaten M95 Varianten der von Offizieren ansonsten anstelle des nachweislich vor Kriegsende nicht zur Einführung gelangten Dolches öfters vor.
Die Zirkularverordnung vom 24 01 1917 (Abt.5, Nr.1571 regelte einerseits das Führen der blanken Seitenwaffen für Militärpersonen neu und bestimmte im Felde grundsätzlich das Tragen des Bajonettes anstelle des Säbels für Militärpersonen zu Fuss. Säbel, Degen waren dann nur mehr im Hinterland, Wachdienst, Paraden etc. zu tragen, Ausnahme zu Pferde und aufgesessen. Diese Verordnung regelte aber v.a. und weiters auch die Verwendung des Messerbajonettes M1895 mit Portepeebügel bis zur Normierung und anstelle eines neuen vorgesehenen Bajonettes bzw Dolches für nach dem Krieg.
Es soll, so glaube ich jedenfalls irgend einmal gelesen zu haben, noch zur Verwendung solcher einzelner und weniger Exemplare -im Aussehen ganz analog wie Willis Dolch- und vor Kriegsende 1918 (bei der Fliegertruppe?!?) gekommen sein. Auch F.Unteregger zeigt in seinem wertvollen Beitrag über "Die Blankwaffen und deren Rüstungssorten im österr. Heer 1860-18 (Militaria Austriaca 3;Gesellschaft f.österr.Heereskunde 1979) ein sehr ähnliches Exemplar und bespricht dieses kurz. Als sehr ungern beigegebenen aber doch unvermeidlichen Wermutstropfen bei dieser sehr attraktiven Art österr. Offiziersdolche muss ich an dieser Stelle leider hinzufügen, dass diese mittlerweile fallweise auch als sehr gute Repliken angeboten werden. Ich hoffe dies natürlich nicht für deinen wunderschönen und kompletten Dolch. Auf alle Fälle: meine Gratulation dazu! :]
A.E.I.O.U.

3

Samstag, 4. Januar 2014, 19:40

Hallo Willi

Auch von mir ein Dankeschön für die schönen Fotos.
Ich kann hier nur Gerhard zitieren, indem ich diesen Dolch auch nur als solchen für Offiziere des Fliegerkorps kenne.
Daher auch die Seltenheit, schöne Offiziersbajonette in Sonderausführungen gabs ja doch einige, nicht aber diesen nur für den speziellen Verwendungskreis festgelegten Dolch.
Seltsam mutet hier allerdings das aufgelegte FJI an, bei einer Blankwaffe die erst nach der Übernahme der Majestätsrechte durch Kaiser Karl normiert wurde.
Ich kenne diese Stücke auch sonst nur mit dem logischen Karl Initial.

Die Tragekuppel ist extrem selten und in außergewöhnlichen, fast neuwertigen Zustand.

Sehr schönes Ensemble!!!

Servus

Alex

4

Dienstag, 14. Januar 2014, 07:22

Hallo Gerhard und Alex


Zuerst zum Thema Kopie.
Ich habe leider über diesen Zeitraum sehr wenig Fachwissen, da sich mein Sammelgebiet auf die früheren Jahrhunderte bezieht, aber ich habe den Dolch
von einem sehr guten Freund, der ihn auch schon 20 Jahre in seiner Sammlung hatte, vor ca. 15 Jahren, sagen wir für eine große Gefälligkeit, erworben,
Der Dolch ist sicher original, wie man bei genauer Betrachtung feststellen kann, auch wenn die Klinge keine Marke zeigt.
Zum Hinweis auf das Monogramm FJ1 beziehe ich mich wieder auf die Zeichnungen von Jahn Sach.
Er zeigt in seinem Buch einen sehr ähnlichen Dolch mit dem Monogramm K. Die Klinge dieses Dolches ist doppelt gekehlt und hat auch eine Herstellermarke,
im Gegensatz zu meinem Dolch auf der Klinge. Allerdings unterscheidet sich mein Dolch durch das etwas andere Griffstück.
Die Tragekuppel ist wahrscheinlich, da sie nie, oder nur wenig verwendet wurde, in diesem guten Zustand.

Liebe Grüsse
Willi
Willibald Meischl