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Montag, 29. Dezember 2014, 21:03

Säbel für Mannschaften der k.k. Landwehrgebirgstruppen 1916 k.k. GebSchRgt 2 LIR 27

Wieder ein WK1 gedientes "Lieblingsstück" von mir:
Säbel für Mannschaften der k.k. Landwehrgebirgstruppen
von 1916
des k.k. Landwehrinfanterieregiment 27 (LIR 27), ab 1917 k.k. Gebirgsschützenregimentes 2 Laibach; (GebSchRgt2 Ljubljana) ; „Laibacher Hausregiment“


Dieser Säbel ist ein originales und ärarisch vorschriftsmäßiges Exemplar, das während des Gebirgskrieges am Isonzo (Socà) und den Erfordernissen des Gebirgskrieges geschuldet, nach 1916 noch zusätzlich gekürzt und geschärft worden war. Für derlei gehandhabte Praxis gibt es –auch für Offz-Ausführungen- Bildbeispiele bis 1918. Dieser Säbel, nach seinen Spuren, seiner Entstehung und der Ausformung zu schließen, zeigt sich als wahrhaft authentische Blankwaffe, geführt von den k.k. Gebirgstruppen in den verlustreichen und intensiven Kämpfen am Isonzo und Piave zwischen 1916 und 1918.
Weitere Details zu diesem Typus siehe ältere Beiträge:Mannschaftssäbel für k.k. Landwehr-Gebirgstruppen M1907


GL: 52,5cm
LoS:51,5cm
KB:2,2cm
KL:38,5cm

Marken etc: Steyr Lw (L verschlagen) Doppeladler 16; Winternitz Steyr (zu diesem für Landwehrgebirgssäbel typischen und OÖ- Produzenten s.d.:Mannschaftssäbel für k.k. Landwehr-Gebirgstruppen M1907
LIR 27 14 sowie 92E

Bei 14 könnte es sich um die 14. (bei den GebSchRgt und gegenüber den KSchRgt unbestätigte aber denkbare) 14. Feldkompanie des GebSchRgt 2 handeln, 92 könnte die Waffennr., E könnte eine Bezeichnung für Depot, Ersatz- (Regiment, Kompanie) sein.

Reste von ehemaliger schwarzer Brünierung vorhanden (insbes. die gerade Klinge, diese fachmännisch gekürzt und kriegsmäßig geschärft); für ärarische Exemplare dieses Typus typischer Griffknauf.

Das k.k. LIR 27 bzw. k.k. GebSchRgt2 wurde 1910 gegründet. Seine Garnisonsorte waren Laibach (Ljubljana), Görz (Gorizia) und Triest (Trieste). Zwischen 1914 und 1918 hatte sich das k.k. GebSchRgt 2 vielfach ausgezeichnet und zählte zu den Eliteregimentern der Monarchie, das für seine erfolgreiche Widerstandskraft am Isonzo gegen die massiven Durchbruchsversuche der Italiener mit furchtbaren eigenen Verlusten bezahlte -dies insbesondere am Monte San Gabriele bei Görz (Gorizia).

Das k.k. GebSchRgt 2 kämpfte August 1914 an der Ostfront (Galizien, Karpaten), Teilnahme am Durchbruch von Tarnow-Gorlice 1915, Verlegung September 1915 an die Isonzofront. Teilnahme an den Kämpfen Doberdo, Monte San Martino, Monte San Michele, danach kurzer Aufenthalt in Kärnten, danach Verlegung auf Schlachtfelder Rombon u.a., , März 1916, Tiroler Frontabschnitt: nach kurzzeitigem Kampfeinsatz erneut in Galizien wieder zurück im August 1916 an den Isonzo., durchgehende Kampftätigkeit (Karstfront) bis zur 10. Isonzoschlacht. Ab September 1917 am Monte San Gabriele. Hier geriet das Regiment ins schlimmste Inferno seit 1914 (siehe ua. das ausgezeichnete Werk von Vasja Klavora: Monte San Gabriele 1917“-Die Erlebnisse wurden beschrieben auch in Na krvavih poljanah-auf blutigen Feldern von Ivan Maticic, Soldat des GebSchRgt2). In nur ganz wenigen Tagen 3.-11. 9. 1917 fielen eine Unzahl von Offizieren und Schützen bzw. wurden vermisst oder verwundet (1173 Soldaten, die Hälfte tot oder vermisst. Das Regiment nahm auch an der 11. und 12.Isonzoschlacht (Durchbruch bis zur Piave) teil. Am 13 11. 1918 erreichten die Reste des Regiments wieder Ljubljana. Insgesamt dürften bis zu 25.000 Soldaten während 1914-18 gedient haben, da das Regiment aufgrund der immens hohen Verluste mehrfach neu aufgefüllt werden musste.

Das auch nach 1918 für Slowenien wichtige k.k. GebSchRgt2 war Pendant zum Klagenfurter k.k. GebSchRgt1 gewesen. Beide befanden sich im Verbunde der k.k. Landwehrgebirgstruppen und den anderen berühmten Regimentern der Gebirgstruppen, den k.k. Kaiserschützenregimentern I, II und III . Zuvor tapferst Seite an Seite kämpfend wurden Reste der GebSchRgt1 und 2 in den chaotischen Nachkriegszeiten nach 1918 v.a. um die Streitigkeiten neuer Grenzziehungen zu zeitweiligen Kontrahenten.
Lit. ua: k.k. Landwehrschematismen
Vasja Klavora: Monte San Gabriele 1917“
Muzej novejse zgodovine 1914-18
A.E.I.O.U.

2

Dienstag, 30. Dezember 2014, 08:05

Oooooooooo mein lieber Gerhard !!!

Was für ein schöner Säbel mit Pedigree und sehr autentische Geschichte von bekannten „Laibacher Hausregiment“ !!! Er gefällt mir wirklich sehr gut !! Jetzt du hast ganzen Set von diesen fachmännisch gekürzter Säbeln :thumbsup: . Herzliche Gratulation !!!
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

3

Dienstag, 30. Dezember 2014, 11:39

Dear Doppeladlerkorp and Dear Collector Friends!

Can you please help me on identifying the Landwehrinfanterieregiment (LW 08) of the enclosed M1907 Landwehrgebirgstruppen säbel?

It is manufactured by J Zelinka and wear several doublehead eagle (doppeladdler) marks on the silvered (or silver made ?) hilt and crossguard.

The length of the blade is 501 mm. If somebody have a scabbard for sale than I would really appreciate to get in contact with him/her.

Thanks in advance for your kind help.

4

Dienstag, 30. Dezember 2014, 11:41

I meant LW 08

5

Dienstag, 30. Dezember 2014, 12:04

Hello izy182 !!!


"Lw (eagle) 08 " = Accepted for the Austrian Landwehr (Royal Austrian Army) 1908.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

6

Dienstag, 30. Dezember 2014, 14:47

Mein lieber Zlatko!
Von dir habe ich angenommen, dass du mich bei diesem GebSchützen -Säbel verstehst!! Es ist eben nicht alles Gold was glänzt oder besser: hier ist es gewissermaßen doch Gold, das NICHT glänzt....
A.E.I.O.U.

7

Dienstag, 30. Dezember 2014, 15:20

Ha ha ha !!! Ganz genau mein lieber Freund.
Ich kann nur unterstützen dich mit meiner Kleiner.
Die Abmessungen sind fast identisch ;) .
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

8

Dienstag, 30. Dezember 2014, 19:57

Dear Zlatko!

Thank you very much for your help. With kind regards and Happy New Year! Sincerely izy182

9

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 13:16

Ein sehr schöner Gebirgsschützensäbel, lieber Zlatko!! Ich habe zB ein Foto eines GebSchOffz (vmtl. von GebSchRgt 2) vom Isonzo im Herbst 1917 gesehen, wo sein Kaiserschützenoffizierssäbel maximal bzw die Länge eines Bajonettes hatte. Dieser zuvor schon kurz gewesene und dann nochmals gekürzte Säbel wurde --auch noch 1917-trotz "Verbannung der Säbel von der Front" mit dem offenen Offiziersportepee getragen.
Die Realität bei der kämpfenden Truppe wich eben sehr oft von der Adjustierungsvorschrift und den Befehlen ab....
A.E.I.O.U.

10

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 13:32

Lieber Gerhard !!!

Meiner Säbel is auch Offizierssäbel.

Ich werde ein paar Fotos im entsprechenden Thema zu senden.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

11

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 17:39

Hallo Gerhard!

Wie von dir ja nicht anders zu erwarten war, ist die Vorstellung wieder erst so richtig durch den Werdegang und grauenvolle Geschichte, aber auch sehr ruhmreiche Geschichte des Regiments, in dessen Reihen dieser Säbel getragen wurde, interessant geworden.
Die vielfachen Verlegungen von einem Brennpunkt zum anderen - immer gegen vielfache Übermacht an Menschen und Material (vorallem Artillerie), ist bezeichnend für die Geschichte der österreichisch-ungarischen Truppen während dieses letzten Krieges den sie gefochten haben.
Dieser Säbel ist aufgrund seiner Zuordenbarkeit etwas Besonderes - der Fähnrich der ihn getragen hat, hat dies sicher mit Stolz gemacht und dürfte sich auch nach dem Zusammenbruch nicht gegen seinen Offizierseid und sein altes Reich gewendet haben, sonst hätte er wohl das Portepee mit der Initiale seines allerhöchsten kaiserlichen Kriegsherrn abgenommen!

Ich gratuliere dir zu dieser schönen Erwerbung und bin froh, das er original - so wie er ist, unverändert - bei dir in den besten Händen ist, weil er bei dir auch genauso bleiben wird!

Servus

Alex

12

Donnerstag, 1. Januar 2015, 14:43

Danke, lieber Alex! Ich danke dir für die treffende Einschätzung meiner Befindlichkeiten rund um diese eigentlich unscheinbare, ja vielleicht in den Augen manches Sammlers sogar unattraktive, jedoch umso mehr geschichtsbeladenenen Blankwaffe aus der Endphase der altehrwürdigen Monarchie. Auch wenn man sich ggfls. an einem makellosen Erscheinungsbild oder der ehem. verwandten Kunstfertigkeit an einer antiken Blankwaffe erfreuen darf und auch unbedingt soll, so ist deren bestimmender Wert doch um einiges mehrdimensionaler, wobei der historische und menschliche Aspekt-oft im Hintergrund verborgen- m.E.einen immer stärkeren Platz einnimmt-und dies zu Recht.
A.E.I.O.U.

13

Montag, 5. Januar 2015, 20:50

Thank you Gerhard for sharing this wonderful sword with us, I have only seen this pattern marked with Winternitz, he was the only producer?
Where did the LAndwehr (LW) acceptance take place, which city?

14

Dienstag, 6. Januar 2015, 13:58

Thank You again Valentin. To my mind Winternitz certainly was the main producer but also Grasser did some of them. Calling to my mind propably there existed a third producer at least--but I can`t remember anymore.
kk LW main magazines plus LW approval were very nearby the kuk Wn approval (Arsenal Vienna).
A.E.I.O.U.

15

Dienstag, 6. Januar 2015, 20:53

Thanks for the info.
I know that this not belongs to the edged weapon category, but related militara in some way.
I recently acquired an old match holder, lighter, first I thought that it was some american product, but today,while I was moving it right and left I just discovered a stamp under the top plate :
C.Schuch
Wien
So it is connected somehow to austrian history.
Can you identify the four soldiers uniform on the top plate?
Do you know anything about C.Schuch, was he a manufacturer, or owner of this item?
Thank you for any kind of help.

16

Dienstag, 6. Januar 2015, 21:29

I think that the right soldier is a british highlander,
http://mistercrew.com/blog/2012/10/10/br…orary-pictures/

17

Samstag, 10. Januar 2015, 15:14

Sorry Valentin--no information about the producer and actually no concrete idea about the historical background. To my mind these guys could be of french, turkish, italian and british nationality.
A.E.I.O.U.

18

Montag, 26. Januar 2015, 15:17

Zugsführer der kk LW-gebirgstruppen 1914

Anbei dazu passend noch ein Bild eines kk Zugsführers der kk Landwehrgebirgstruppen aus dem Jahr 1914. Leider kennen wir nur mehr seinen Vornamen von ihm, nämlich Franz...
Der Dienstgrad Zugsführer rangierte zwischem dem ersten UO Dgrd- Korporal-dieser hiess (nicht nur) bei den Gebirgsschützen Unterjäger und dem dritten, dem Feldwebel, der hiess dann wiederum Oberjäger.
A.E.I.O.U.