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Freitag, 11. Dezember 2015, 08:39

Unbekannter Säbel für leichte Kavallerie. Wahrscheinlich Offizier um 1800

[font='Arial, Helvetica, sans-serif']Scheide und Griffteile aus Eisen. Stahlblechscheide mit Schlepper und Mundblech. Der Randwulst am Mundblech hat Aussparungen für die beiden halben Mitteleisen. Diese unteren Mitteileisen klemmen den Säbel in der Scheide fest.

Gekrümmte Rückenklinge von 84 cm Länge, Grootspitze, beidseitiger Hohlschliff, Ätzdekor, Solinger Blattmarke auf dem Rücken.

Parierstangenende endet in einer ortwärts gebogenen Scheibe. Der Bügel verlässt die Parierstange im rechten Winkel und mündet in einem vasenförmigen Bogen in die Griffkappe. Griffkappe lang, Zwinge. Gehilze mit Leder überzogen und mit jeweils drei rötlichen Messingdrährten umwickelt.

Herzlichen Dank für jeden Hinweis.
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Freitag, 11. Dezember 2015, 10:19

Unbekannter Säbel für leichte Kavallerie.

Ohne irgendwelche Stempel oder entsprechende Ätzungen ist eine Zuordnung leider nicht möglich. Dieser Typ von Säbel wurde in ganz Europa von Kavallerie-Offizieren im späten 18. und frühem 19. Jahrhundert geführt.

Gruss
blankhans

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Freitag, 11. Dezember 2015, 20:48

Vielen Dank Blankhans, der Hinweis auf die europaweite Verbreitung und Führung dieses Säbels bei Kavallerieoffizieren genügt mir vollständig. Obschon der Säbel keine Marken oder Ätzungen aufweist nehme ich an, dass er von einem Schweizer Offizier getragen wurde. Der Säbel stammt aus eine altem Familienbesitz, von einer Familie, die seit Generationen Offiziere stellte.

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Donnerstag, 19. Januar 2017, 18:52

Habe auch so einen Säbel

Ich habe mir einen sehr ähnlichen Säbel gekauft. Der Verkäufer, der mir sehr erfahren erschien, hat ihn auf frühes 19. Jh gschätzt und als Offizierssäbel der Kavallerie bezeichnet. Dasselbe habe ich jetzt von blankhans erfahren.
Es gibt aber keine Abnahmemarken und auch keine Herstellermarken.
Säbellänge: 95 cm
Klingenlänge: 83 cm
Klingenbreite (max.) 2,5 cm
Pfeilhöhe: 5,5 cm
Gewicht: 555 g
Gewicht der Scheide: 297 g
Die Scheide sieht etwas anders aus wie auf den Bildern zu erkennen ist. Wie sind denn die genauen Maße deines Säbels? Insbesondere Pfeilhöhe und Klingenbreite würde mich interessieren.

Grüße
Michael
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Freitag, 20. Januar 2017, 20:05

Hallo Schnibbel-Fix, das ist eine sehr schöne und erfreuliche Überraschung. Die Klinge meines Säbels ist 84 cm lang. Die Pfeilhöhe beträgt genau 5 cm. Die Klinge ist ein SOLINGER Fabrikat, denn sie trägt auf dem Griffrücken die Solinger Blattmarke. Bei meinem Exemplar wird die Scheide von den beiden lappenförmigen Mitteleisen festgehalten. Im Rand des Mundblechs ist dafür beidseitig eine Aussparung vorgesehen. Ein weiterer offensichtlicher Unterschied ist die Befestigungsart der Trageringe. Bei dir sind sie mit Bändern brefestigt, bei meiner Scheide verlaufen die Ringe durch eine Kugel, die mit einer ovalen Grundplatte auf der Scheide aufgelötet ist.

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Montag, 23. Januar 2017, 17:01

Hallo schmiede39,
welche maximale Klingenbreite hat dein Säbel? Ich habe noch mal nachgemessen. Am Gefäß hat die Klinge eine maximale Breite von 2,5 cm und verjüngt sich Richtung Spitze kontinuierlich. Vom Ansatz des Gefäßes bis zur Grootspitze sind es genau 83 cm, die Pfeilhöhe ist eher 5,8 cm als 5,5 wie oben angegeben, er ist also kürzer und dabei mehr gebogen als deiner. Auch bei intensiver Betrachtung gegen das Licht keine Ätzungen oder Blattmarke zu erkennen. Die Mitteleisen berühren die Scheide gar nicht, geschweige denn dass sie in Aussparungen fassen würden. Ist es der Sinn der Mitteleisen, die Scheide festzuhalten?

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Montag, 23. Januar 2017, 19:28

Hallo Schnibbel-Fix, bin gerade für eine Woche im Gebirge und melde mich wieder Anfang Februar.

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Samstag, 4. Februar 2017, 18:20

Weitere Bilder und Klingenmasse

Hallo Schnibbel-Fix, die Klinge ist genau 84 cm lang, die Breite an der Wurzel misst 30,9 mm, die Dicke zwischen den Lappen gemessen 8,7 mm. Die beiden Lappen halten die Scheide fest. Am auskragenden Mundblech sind beidseitig die Einschnitte für die Lappen zu sehen. Weiter zeige ich Teile des Klingendekors und die Solinger Blattmarke auf dem Klingenrücken.
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  • HirschfängerLandolt 006.JPG
  • HirschfängerLandolt 005.JPG

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Dienstag, 7. Februar 2017, 14:12

Hallo schmiede39,
danke für die Bilder! Mein Säbel scheint doch insgesamt etwas zierlicher zu sein durch die geringere Breite. An welchen Merkmalen macht man eigentlich fest dass es frühes 19. Jh. sein müsste?

Grüße
»Schnibbel-Fix« hat folgendes Bild angehängt:
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