Sie sind nicht angemeldet.

1

Montag, 4. Januar 2016, 12:16

Sachsen-Hildburghausen, Grenadiersäbel 1715-1745

[color=#000000][size=10][font='arial'][size=10][font='arial']
Gegossenes Tombakgefäß mit hochovalem Knauf; dort terzseitig das ligierte Monogramm "EF" und terzseitig die Regimentsbenummerung "N°3". Belederte Griffhülse mit einfacher Messingdrahtwicklung. Sysmmetrisches Stichblatt mi Randwulst. Handbügel mit terzseitigem Bügel, welcher sich zu einem Knöchelschild verbreitert, darauf eine platzende Granate. Quartseitig ein angegossener Daumenring. Gebogene Rückenklinge mit beidseitigem Zug und am Ort beidseitiger Schneide. Keine Herstellersignatur oder -markierung.
Die Klinge ist 32mm breit und 670mm lang. Die Pfeilhöhe beträgt 35mm.

Der vorgestellte Säbel (ohne Scheide) dürfte, wenn man das Monogramm am Knauf nach Flämig, Monogramme auf Münzen und Medaillen auflöst, dem Herzogtum Sachsen-Hildburghausen unter Ernst Friedrich I. 1714-1724 und/oder Ernst Friedrich II. 1724-1745 zuzuordnen sein.
Zur Zeit von Herzog Ernst Friedrich I. und dessen Nachfolger Ernst Friedrich II. musste auch Hildburghausen als Teil des Obersächsischen
Reichskreises im Kriegsfalle Soldaten zur Reichsarmee stellen. Zusammen mit Sa.-Weimar, Sa.-Meiningen und Sa.-Coburg-Saalfeld waren dies nach der Konvention von 1734 neben einem berittenen Kontingent sechs Kompanien zu Fuß zu jeweils 134 Mann. Dabei entfielen auf Meiningen, Coburg-Saalfeld und Hildburghausen neben einer berittenen nur eine Kompanie zu Fuß. Dies aber bedeutet, dass Hildburghausen nur etwa 1/3 der 134 zu stellenden Infanteristen zu stellen hatte, also etwa 44 Mann.Entsprechend gering dürfte die Anzahl der ausgegebenen Grenadiersäbel gewesen sein.
corrado26

[/font][/size][/font][/size][/color]
»corrado26« hat folgende Bilder angehängt:
  • K640_PICT4174.JPG
  • K640_PICT4175.JPG
  • K640_PICT4176.JPG
  • K640_PICT4177.JPG
  • K640_PICT4178.JPG
  • K640_PICT4179.JPG
  • K640_PICT4180.JPG
  • K640_PICT4182.JPG
  • K640_PICT4183.JPG
  • K640_PICT4181.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »corrado26« (4. Januar 2016, 12:29)


2

Montag, 4. Januar 2016, 15:26

Ein Traum. So was schönes haben wir hier gehabt? 8o :thumbsup:

3

Freitag, 24. Februar 2017, 16:17

Herzogtum Sachsen-Hildburghausen, Grenadiersäbel 1764

Ein weiteres, höchst seltenes Stück aus dem Herzogtum Sachsen-Hildburghausen:
Grenadiersäbel 1764 mit Monogramm von Ernst Friedrich III. (1745-1780)
Gesamtlänge 790mm, Klingenlänge 640mm, Klingenbreite 30mm, Pfeilhöhe 21mm, Gewicht 738g. An der Quartseite schöne Darstellung eines Grenadiers mit entsprechender Mütze, Granate und Gewehr, terzseitig das bekrönte Monogramm "EF" über "AD 1764". Am Knauf "N°7".
corrado26
»corrado26« hat folgende Bilder angehängt:
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (1).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (5).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (14).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (9).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (11).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (12).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (13).JPG
  • K640_Ernst Friedrich III, Grenadiersäbel 1764 (4).JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »corrado26« (24. Februar 2017, 16:24)