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Samstag, 7. Januar 2012, 20:24

kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Hallo werte Kollegen.

Möchte einen Kavallerie Offizier zeigen.
Der Säbel der eher leichten Art würde eventuell auf einen Stabshusar zutreffen.

Diese Ausführung hat keine Nebenbügel und es waren wie man am Stichblatt unschwer erkennen kann auch nie welche vorgesehen. Von der Datierung würde ich auf den Zeitraum ab 1830 schließen da das Gefäß hinten schon nach unten gezogen endet und am Stichblatt auch die Quartseite höher ist als die Terzseite. Das Modell 1827/37 wäre darum naheliegend…
Interessant macht ihn (und das ist auch der Grund warum ich ihn herzeige) die Klinge welche einen durchgehenden Mittelgrad hat. Auch ist die Endung zum Ort hin nicht uninteressant. Der Säbel ist sehr leicht und die Klinge extrem flexibel!
Leider ist der Griffrücken und die Innenseite des Stichblattes etwas narbig. An der Scheide denke ich wurden die Scheidenbänder (wohl neuzeitlich) getauscht.

Ohne Hersteller oder sonstige Marken.
Gl – 995, Kl – 835, Kb – 31mm. Pfeilhöhe 52mm.

Gruß
Rainer
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Samstag, 7. Januar 2012, 20:25

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Mehr Bilder.
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3

Samstag, 7. Januar 2012, 20:26

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Die 2 letzen Bilder.
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4

Samstag, 7. Januar 2012, 20:52

Hallo Rainer

Tolle Bilder, toller Säbel!
Ich tendiere auch dazu zu sagen, das es sich um einen Stabshusar handelt - so leicht und zierlich ist die Klinge ja wohl nicht bei einer Breite von 3,1 cm.
Auch die Befestigung des Bügels in der Griffkappe erinnert an die typische Fixierung des 1837 Musters - deswegen würde ich auch eher an den 1827/37er Stabshusar denken, denn bei den 1849ern war die Zusammenstellung dann ja fast immer den nachfolgenden 1850er Muster enstprechend, wo der Bügel in die Griffkappe reingeht und dann mit der Angel fixiert wird.

Die Klinge hat auch was, auch mit den Ansatz eines Jelmann hast Du hier eine sehr spezielle Ausführung.
Mich wundert, das die Terzseite so viel mehr ausgeprägt ist als die Quartseite, weil sich das ja auf den Tragekomfort ausgewirkt haben muß, wenn auch nicht so schlimm wie später durch die Trageart an der kurzen Tragekuppel verursacht.
Bei der Schleppkuppel ist das Ding ja sowieso nicht direkt auf der Hüfte.

Wirklich super Stückl.

Servus

Alex

5

Sonntag, 8. Januar 2012, 14:33

Lieber Rainer!
Zuerst einmal muss ich meiner Beeindruckung Ausdruck verleihen--wirklich ein prächtiger "Mords-Pracker"!!! Das ist eine ganz tolle Hervorbringung tendenziell kavalleristischer Neigungen;);):D
Bin ebenfalls der Meinung, dass wir hier einen "StbOffzhusaren" aus dem Bereich M27/37 vor uns haben. Zur Beruhigung darf ich sagen, dass es sehr wohl, wenn auch seltener, diesen Typus auch originär ohne Springbügel gibt und von altersher dennoch dieser Gattung zugerechnet wurde.

In einer Auflistung des alten kuk Heeresmuseums von 1903 (wir wissen, nach 45 hat sich der HGM-Bestand aufgrund der Kriegswirren drastisch reduziert, deshalb sind solche Sachen recht interessant) werden Exemplare mit aufwärts und abwärts gebogenem Stichblatt-auch fallweise palmettenförmiges Stichblatt, und auch ohne Springbügel (seltener) dem Typus Husarenoffizierssäbel M1827/37 zugerechnet. Die Klingenbreiten differieren zwischen 2,8 (Ausnahme) und 4,5 cm (meist ältere Klingen), Durchschnitt so knapp über 3 cm. Im Gegenteil-es wird hingegen sogar vermerkt, wenn einmal ein Exemplar genau dem Muster 1827/37 entspricht. wie auch HusarenoffzS dieser Zeit mit pallaschähnlichen Gefässen genannt wird oder wie der OffzInfS Typus 37/38 bei Husaren auftaucht (Ausnahmen ja, aber gibts...). Die ausgeprägte Terzseite dürfte doch mehr der Schutzfunktion verpflichtet gewesen sein als dem Komfort, bei meinem, leider ohne Scheide verhält es sich offenbar auch so....
http://www.blankwaffen-forum.de/index.ph…d&threadID=3935

LG G.
A.E.I.O.U.

6

Montag, 9. Januar 2012, 20:09

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Hallo Alex, hallo Gerhard.

Freut mich dass ich mit meiner Klassifizierung richtig lag.

Hab mittlerweile schon einige Fotos als Vergleich betrachtet und wie Gerhard schon schrieb sieht man hauptsächlich Stücke mit Nebenbügel. Habe aber auch ein vergleichbares Modell ohne gefunden. Auch ist mir aufgefallen das viele dieser Säbel ältere oder womöglich sogenannte Erbklingen haben (auf Blankwaffen.at wird man hierbei fündig..).

Interessant ist auch Alex’s Feststellung der Befestigung des Griffbügels in der Griffkappe.

Mein Dank an euch beide für die fachgerechten Kommentare!

Gruß
Rainer
REGNUM NORICUM

7

Montag, 9. Januar 2012, 21:05

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Hallo Rainer!

Da kann man nur gratulieren, ein ausgefallenes Prachtstück mit einer tollen Klinge.
Herzlichen Dank fürs zeigen.
lg
Hans

8

Montag, 9. Januar 2012, 21:27

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Dear Rainer!

Congratulations for this fine sword, i really like it very much, the shape of the blade looks like an older type.

9

Dienstag, 10. Januar 2012, 10:27

Lieber Rainer !!!

Ich denke gleich wie anderen Kollegen. Du bist richtig dieser toller Säbel eingestuft. Ich habe noch eine Frage. Ist die Scheide etwas breitere von den Klinge? Ich habe auch einer Infanterie Officiersssäbel M.1850 mit ganz identischen geschraubten Mundblech.
Entschuldigen Sie bitte für schlechtes Deutsch.


Grüße aus Kroatien

Chombe

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Dienstag, 10. Januar 2012, 19:15

RE: kuk Offizier erstes Drittel 19Jhdt

Hallo Freunde.

Danke euch für das Lob und die netten Worte.

Was die Klinge betrifft, hier kann man wirklich schon (wie auch Alex bemerkte) von einem angedeuteten Jelmann sprechen, wenn auch nur klein und fein. Der ursprüngliche Besitzer dürfte auf Klingen Ästhetik wert gelegt haben (auch ohne Ätzungen od. Gravuren).

@Zlatko, die Scheide ist am Mundstück etwas breiter als erforderlich (ca. 4mm), durch die starke Krümmung klappert der Säbel aber nicht sondern er rastet richtiggehend ein.

Hi Valentin, thank’s for your comment . Yes also for me, this is a cavalry officer sword i really like!

Regards
Rainer
REGNUM NORICUM

11

Freitag, 13. Januar 2012, 12:20

Was ich, glaube ich, noch nicht genug betont habe, aber hier unbedingt tun will: diese Klinge ist ein Ausbund an Eleganz und Funktionalität, wunderschön....:]
LG G.
A.E.I.O.U.

12

Sonntag, 4. Juni 2017, 19:11

Bilder neu hochgeladen!
Weil es ja ein nettes Stück ist und ich die Fotos noch eins zu eins habe, habe ich sie neu hochgeladen..
Bitteschön.
Gruß - Noreia