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Freitag, 11. Februar 2011, 15:56

Portugisisches M/1886 - Kropatschek-

Hallo Sammlerfreunde,

vorgestellt wird das portugisische Seitengewehr M/1886 für Kropatschek Gewehr M/1886.

Diese Seitengewehre wurden samt den Gewehren von der österreichischen Waffenfabrik Gesellschaft in Steyer für Portugal angefertigt.

Die Gewehrkonstruktion geht auf Alfred Ritter von Kropatschek zurück welcher dem Gewehr seinen Namen gab.

Im eigenen Land konnte Alfred Ritter von Kropatschek den Entwurf nicht zur Einführung bringen und musste so auf den Exportmarkt umschwenken.

Das Kropatschek Bajonett ist in der Machart an das österreichische M/1873 angelehnt. So entsprechen der Griffkopf, die Klinge und die Scheide der portugiesischen Stücke dem österreichischen Bajonett. Eine verständliche Vorgehensweise da man dadurch die Neufertigung von Gesenken und Fertigungseinrichtungen sparte und mit dem vorhandenen Maschinenpark/Gesenken usw. produzieren konnte.

Dies ist auch bei anderen Herstellern von Exportwaffen in ähnlicher Weise gemacht worden.
Heute findet man Säbelbajonette M/1886 immer seltener, was die Preisbewertung deutlich zeigt. Gute Stücke mit intakter nicht abgetragener Brünierung usw, sind heute immer schwerer zu finden.

Sammlergruß
Sebastian Th.

2

Dienstag, 12. November 2013, 00:13

Hallo,

nachdem es hier schon einen Portugiesen gibt hänge ich meinen hier noch dazu. Man sieht, dass es alt ist. Keine größeren Rostschäden. Die Scheide kann man vermutlich nicht mehr als brüniert bezeichnen. Nummer auf der Parierstange ist P372, auf der Scheide U882. Ansonsten vermutlich die üblichen Kennzeichen (zwei X und ein OEWG). Auf dem Klingenrücken ist etwas eingeritzt/geätzt. Etwas, das ich nicht richtig entziffern kann und 1886. Die Ölung ist verhärtet und der gelbliche Schleier fühlt sich nicht mehr ölig an. Die Klinge war vermutlich nie geschärft.

Gute Nacht
Euer Zivilist

3

Dienstag, 12. November 2013, 18:12

Na ja die nummerngleichen Stuecke sind schwer zu finden, am ruecken ist Steyr 1886 eingraviert, das X ist abnahme stempel von Portugiesichem inspektor, die Portugiesen wollten ein solches Stueck und das wurde bestellt, es waren probleme bei lieferung, weil in den anfangen wollten 11mm liefern, wurde aber auf 8mm gewechselt. Jatagan bajonette wurden in dieser Zeit sehr beliebt, die parierstange sieht mehr nach englischen muster , ich wuerde als muster das M1885 ansehen. Kropatschek gewehr wurde in O-U Gendarmerie abgenommen. Seine tubus magazin hat seine groesste ausfuehrung in Lebel gewehren gefunden.

4

Dienstag, 12. November 2013, 21:29

Ich hatte das hinten als chr interpretiert, aber wenn man's weiß ist es auch für mich offensichtlich. Haben das auch alle Bajonette diesen Typs oder hat das mal irgendjemand draufgekritzelt?

Gruß
Euer Zivilist

5

Mittwoch, 13. November 2013, 16:35

Ist sehrwahrscheinlich eine stempelung, kann sein das es am sehr benutzten Stuecken nicht sichtbar ist, aber bis jetzt habe ich es auf allen Stuecken gesehen, das ich untersuchen konnte.

7

Samstag, 28. April 2018, 15:16

M1886 Kropatschek

Damit hier wieder Bilder zu sehen sind ...


Gesamtlänge: 575 mm
Klingenlänge: 448 mm
Klingenbreite: max 28 mm
Länge Scheide: 490 mm
Laufring Ø : 16 mm

Hersteller: OEWG, Österreichische Waffenfabrik Gesellschaft, Steyr

Gewehr: Steyr Modell 1886, Kal. 8 x 60 mm R


Stempel:

Parierstange außen 2 'Rücken an Rücken' stehende Cs mit Querstrich
desgleichen auf der Fehlschärfe
auf dem Klingenrücken in Schreibschrift 'Steyr 1886' ( auch 'Steyr 1885' )
OEWG auf dem Tragehaken



Die Portugiesen hatten bei der OEWG Steyr das einschüssige ( ! ) 8mm Gewehr
Guede M1885 geordert. Dazu gehörte ein mit dem M1886 baugleiches Bajonett.
Die Guede Gewehre waren bei Herstellung bereits veraltet und wurden von Steyr
gar nicht erst nach Portugal geliefert, sondern gleich an Drittländer verkauft.
Portugal bekam dann das 8-schüssige M 1886 Kropatschek Gewehr mit Bajonett,
von denen einige die Aufschrift Steyr 1985 tragen.

Alfred Ritter von Kropatschek konstruierte verschiedene Gewehrmodelle mit
Röhrenmagazin unter dem Lauf, die bei Steyr gebaut und hauptsächlich nach
Frankreich ( Fusil de Marine Mle1878, Fusil d'Infanterie Mle1884 und Mle1885 )
und Portugal ( Modelo1886 ) exportiert wurden.
»joehau« hat folgende Bilder angehängt:
  • M1886 Kropatschek a.JPG
  • M1886 Kropatschek b.JPG
  • M1886 Kropatschek xd.JPG
  • M1886 Kropatschek xe.JPG
  • M1886 Kropatschek i.JPG
  • M1886 Kropatschek k.JPG
  • M1886 Kropatschek l.JPG
  • M1886 Kropatschek o.JPG