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Dienstag, 7. August 2018, 22:04

Schweizer Offiziers-Galasäbel nach österreichischer Art um 1880

Mit der Ordonnanz 1867 führte die Schweiz neue Säbel für Offiziere und berittene Mannschaft ein. Diese Säbel übernehmen mit ihren blanken Eisenteilen an den Griffen einen zu dieser Zeit gängigen Typen von Kavalleriesäbel, wie er in Österreich, den deutschen Staaten und dem neu entstandenen Italien in Gebrauch war. Einzig Frankreich hielt an seinen traditionellen Modellen mit Messinggefässen fest. Seit 1804 hatte sich die Schweiz bei den Blankwaffen stets an französischen Modellen orientiert. 1867 hat die Eidgenossenschaft mit dieser Tradition gebrochen. (Siehe meinen Beitrag vom 10. Januar 2017 im Forum unter dem Titel: Ordonnanz über die Säbel der berittenen Mannschaft und der Offiziere vom 5. Dezember 1867.)

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Dienstag, 7. August 2018, 22:08

Säbel der Ordonnanz 1867 und das österreichische Modell 1845

Im Buch Griffwaffen von Jürg A . Meier von 1971 wird mehrmals der österreichische Einfluss der Säbel nach Ordonnanz 1867 erwähnt. So wird Seite 101 ein österreichischer Kavalleriesäbel für Offiziere Modell 1845 aus dem Besitz von General Herzog gezeigt. Die Klingen der österreichischen Modelle 1845 für Kavallerieoffiziere wiesen sowohl gesteckte Klingen wie auch Klingen mit beidseitigem Hohlschliff auf. Vom österreichischen Modell 1845 für Offiziere fanden lediglich diese beiden Klingentypen Eingang in die Schweizerische Ordonnanz 1867: Gesteckte Klingen mit Schör für Infanterieoffiziere und Klingen mit beidseitiger Hohlbahn und Karpfenzungenspitze für Kavallerieoffiziere. Die österreichischen Kavalleriesäbel für Mannschaften Modell 1845 und für Kavallerieoffiziere Modell 1845 sind als Urahnen der schweizerischen Modelle 1867 zu betrachten. Die österreichischen Kavalleriewaffen wurden seit 1845 mehrmals nach Bedürfnis und gemachten Erfahrungen weiter entwickelt.

In der Gestaltung der Griffe hat der Eidgenössischen Offizierssäbel Ordonnanz 1867 für Infanterieoffiziere grosse Ähnlichkeit mit dem österreichischen Modell 1858 für berittene Offiziere. Das Eidgenössische Modell unterscheidet sich von den Österreichischen durch das Rankenwerk der Verzierungen am Korb und natürlich durch das Eidgenössischen Kreuz in der Mitte des Korbes. Der Eidgenössische Säbel für Kavallerieoffiziere der Ordonnanz 1867 weist zudem an der Griffkappe zwei seitliche Grifflappen auf, in deren Mitte ein Stift durch den Griff festgenietet ist.

Die Bilder zeigen den österreichischen Säbel Modell 1845 einmal mit gesteckter Klinge und einmal mit beidseitigem Hohlschliff. Die Herstellermarke, die Jahreszahl der Fertigung und das Herrschermonogramm sind zu erkennen. Der Korb endet an seinem hintern Teil nicht in einer Rolle, sondern in einem walzenförmigen Knopf. Gut erkennbar ist auch die hochstehende Manufakturarbeit. Die Durchbrechungen am Korb sind nicht gestanzt, sondern ausgesägt.
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Mittwoch, 8. August 2018, 09:12

Die leichten Ausführungen bei den österreichischen Modellen

Obschon in Österreich bei den Kavallerie-Offizierssäbeln die Varianten schwere und leichte Ausführung reglementarisch nicht vorgesehen waren, waren bei den Offizieren in der Kaserne, bei Paraden und auch im Feld Säbel in leichterer Ausführung, also mit schmälerem Korb und dünnerer Klinge in Gebrauch. So war das Tragen von Säbeln mit besonders schmalen Klingen und Körben in Österreich bei den Offizieren gang und gäbe, in der Schweiz dagegen wurden im Dienst keine leichten Säbel toleriert. Ab 1875 setzte die Armeeverwaltung immer mehr Druck auf die Offiziere auf, ihre Säbel kontrollieren zu lassen. Diese Massnahme bezweckte die ausschliessliche Verwendung von Ordonnanzmodellen im Felddienst. Einzig im Ausgang waren leichtere Säbel erlaubt.

Ab 1861 wurden in Österreich die losen Koppelringe an der Scheide oben durch ein Tragband mit einer gegen das Stichblatt schiefen Klammer und unten durch einen etwas heraufgerückten festen Tragring ersetzt. So sollte das Geklirr der losen Ringe verhindert werden. Die schweizerischen Säbel ersetzten den oberen Tragring auch durch ein Ösenband, dessen Klammer jedoch immer gerade ist. Der untere Tragring an der Scheide blieb aber lose, feste Tragringe wurden bei keinem schweizerischen Modell eingeführt.

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Mittwoch, 8. August 2018, 09:21

Österreichischer Kavallerie Offizierssäbel Modell 1869 in leichter Ausführung

Die drei Bilder zeigen einen österreichischen Kavallerie-Offizierssäbel Modell 1869 in leichter Ausführung, komplett mit Schlagband und Gehänge. Der Korb ist mit blumenartigen Mustern durchbrochen und aussen mit feinen Gravuren verziert. Der Griff ist mit Fischhaut überzogen und an den Einkerbungen mit gedrilltem Draht abgebunden. Der Rand des Korbes ist mit einem Rundstab eingefasst. Die Griffkappe weist in der Verlängerung am vorderen Drittel zwei Lappen auf. Hinten ist die Griffkappe abgeplattet. Wahrscheinlich ist die Angel verschraubt. Auf dem Plateau ist das
Monogramm K eingraviert. Das gleiche Monogramm K findet sich auf dem Schlagband. Charakteristisch bei den österreichischen Gefässen ist der walzenförmige Knopf am hinteren Ende des Korbes. Das Mundblech der Scheide ist ohne Halteschrauben befestigt. Die Klammer am Ösenband ist schief angebracht, der Tragring ist fest und unmittelbar am Tragring befestigt.
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Mittwoch, 8. August 2018, 13:41

In der Schweiz verwendeter Ehrensäbel nach österreichischem Muster 1869

Die folgenden fünf Bilder zeigen einen österreichischen Kavallerie-Offizierssäbel Muster 1869 in leichter Ausführung. Die eingravierten Widmungen lassen darauf schliessen, dass dieser Säbel in der Schweiz als Geschenk überreicht wurde. Schlagband und Gehänge sind eindeutig Schweizer Ordonnanz. Säbel als Ehrengabe mit Inschrift Widmung auf der Griffkappe: SOUVENIR DE LA COMP.IE DE SAUVETAGE. Besonders leichte Ausführung des österreichischen kavallerie Offizierssäbels Muster 1869. Korb mit blumenartigen Mustern durchbrochen, Korb aussen mit feinen Gravuren verziert ist, Runde Randeinfassung. Griff mit Fischhaut überzogen. Glatte Griffkappe mit Flügeln im vorderen Drittel ohne Niete. Die Umwindung mit gedrilltem Eisendraht fehlt stellenweise. Typische kuk-Klinge: einseitiger Hohlschliff, Karpfenzungenspitze, Länge 84 cm, terzseitig Initialen J.P. auf der Wurzel, daneben [font='&quot']um 90 Grad gedreht das Datum Janvier 1874 eingraviert auf der Hohlrinne der [/font] Klinge. Scheide brüniert. Mundblech mit zwei Schrauben befestigt. Vom Scheidenmund sind mit 6 cm Abstand ein Ösenband mit schiefer Klammer und mit 19 cm Abstand ein Ringband mit starrem Ring befestigt. Auffällig ist, wie der starre Ring nicht direkt auf dem Ringband liegt, sondern gewissermassen mit einem Stiel etwas Abstand zur Scheide hält. Dazu saffianrotes Säbelkoppel für Offiziere Ordonnanz 1877. Schlagband 1868 und 1877. Runde bombierte Wickelquaste mit geflochtenem Oberteil und mit gezackter Stanzung. Nach Einführung des Schlagbandes für Offiziere Modell 1877 wurden die geflochtenen Schlagbänder bis 1898 von höheren Unteroffizieren getragen. Die entsprechende reglementarische Bestimmung lautet: „Schlagband, bestehend aus Riemen, Schiebschlaufe und Quaste, aus dunklem Juchtenleder: der Riemen aus 4 Lederstreifen geflochten“ (Nach Ordonnanz 1868 und 4. Dez. 1877).
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Donnerstag, 9. August 2018, 15:54

Schweizerischer Ausgangssäbel Typ 1867, Griff Ordonnanzmasse, Klinge nach österreichischer Art

Ausgangssäbel für Offiziere nach Ordonnanz 1867 mit leichteren Gefässen und Klingen sind relativ selten. Mit Typ 1867 sind leicht gekrümmte Säbelklingen gemeint und nicht Säbel mit geraden Klingen. Galadegen mit geraden Klingen nach Typ Ordonnanz 1899 sind in verschiedensten Varianten zu finden. Die relative Seltenheit von Säbeln Typ 1867 in leichter Ausführung mag verschieden Gründe haben. Der plausibelste Grund wird wohl sein, dass es im Milizsystem der Schweiz nicht gestattet war, Säbel in leichter Ausführung im Felddienst zu tragen. Wahrscheinlich war das Angebot an leichten Handelswaffen auch noch nicht so gross. Die Offiziere mussten ihre Ausrüstung selber bezahlen und haben sich die Ausgabe für einen Fantasiesäbel erspart, den sie zudem nurim Ausgang tragen durften.
Der Griff entspricht genau den Ordonnanzvorschriften von 1867 für unberittene Offiziere. Die Klinge jedoch ist leichter, an der Wurzel 22,8 mm breit und 84,5 cm lang. Die Klinge ist terzseitig mit einer Hohlbahn versehen, quartseitig ist sie glatt. Produktion WESTER SOLINGEN, EISENHAUER. Die Scheide hat auf 265 mm ein Ringband mit losem Ring und auf 75 mm ein Ösenband je vom oberen Ende des Scheidenmundes an gemessen. Die Klammer ist leicht schief aufgesetzt. Der Scheidenmund enthält die Arretierfeder und ist quartseitig an der Aussenseite aufgeschraubt. Der Schlepper weist die Form der Schweizer Ordonnanz auf.
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Donnerstag, 9. August 2018, 16:23

Schweizer Ausgangssäbel Typ 1867 mit schmalem Korb und leichter Klinge

Säbel mit Marke MOHR UND SPEYER terzseitig auf der Wurzel. Diese Firma für Offiziersausrüstung bestand über sehr lange Zeit mit ihrem Hauptsitz in Bern und einer Filiale in Zürich. Ursprünglich gehörte sie zum Mutterhaus Mohr & Speyer in Berlin. Am 13. Dezember 1892 änderte sie ihren Firmennamen in Speyer, Behm & Cie.
Klinge: Beidseitig Hohlkehle, Dekor mit Schweizerkreuz im Strahlenkranz und Rankenwerk. Gerundeter Rücken mit Rankenverzierung. Klingenlänge 79,7 cm, Breite 18,9 mm an der Wurzel. Scheide mit Ösenband und Ringband. Der Scheidenmund mit Haltefeder ist terzseitig an der Breitseite verschraubt. Charakteristisch am Griff ist die Griffkappe nach Ordonnanz 1867 mit einer Rinne und einer glatten Kuppel mit Vernietung der Angel.
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Donnerstag, 9. August 2018, 16:35

Schweizer Ausgangssäbel Typ 1867 mit kombiniertem Ring und Ösenband

Passgenaue Scheide mit kombiniertem Ring- und Ösenband. Das kombinierte Ring- und Ösenband wurde ordonnanzmässig zuerst für den Säbel für Berittene 1896 und dann für den Offizierssäbel mit gerader Klinge Ordonnanz 1899 eingeführt. Die Firma Mohr und Speyer änderte aber bereits 1892 ihren Namen. Daraus kann das Herstellungsjahr des Säbels auf 1892 oder die Zeit davor 1892 festgelegt werden.
Schmaler Griff nach Ordonnanz 1867. Klinge mit beidseitiger Hohlbahn, Länge 78,7 cm, Breite an der Wurzel 18,3 mm. Der Scheidenmund mit versenkter Arretierfeder ist quartseitig an der Aussenseite angeschraubt. Griffrücken gerundet. MOHR & SPEYER auf Griffrücken.
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Donnerstag, 9. August 2018, 18:17

Schweizerische Ausgangssäbel Typ 1867 nach österreichischem Muster 1861

Allgemein wird angenommen, dass im sogenannten Katalog Grandson (Bekannte und unbekannte Schweizer Griffwaffen 18. bis 20. Jahrhundert, Redaktion René Bieri, Jüg A. Meier, Grandson 1987) unter der Nummer 43 erstmals ein solcher Galasäbel nach österreichischer Machart in Klinge, Korb und Scheide publiziert worden sei. Im Buch Griffwaffen von Jürg A. Meier wird jedoch bereits 1971 ein Griff eines Schweizerischen Galasäbels nach österreichischer Art abgebildet. Auf Seite 107 findet sich unter Ziffer E ein Gefäss eines Galasäbels nach österreichischer Art. Deutlich erkennbar bei dieser Griff-Variante E sind die österreichische geometrische Musterung und die mehrfach abgesetzte Griffkappe. Da in der Ausstellung Grandson die Herkunft der Exponate deklariert wurde, lief dieser Säbel im Katalog Grandson unter dem Titel Offiziers Degen/Säbel aus der Ostschweiz. Aufgrund vorhandener Realstücke kann angenommen werden, dass diese Galasäbel in der ganzen Schweiz verbreitet waren, wenn auch nicht gerade häufig. Charakteristisch an diesen nicht reglementarischen Säbeln ist der Korb mit typisch österreichischer geometrischer Musterung 1861, die mehrfach abgesetzte Griffkappe, der Korb mit einem Knopf und nicht ortwärts abgerollt, die Klinge mit einer glatten Seite und einer Seite mit Hohlschliff und schliesslich der feste untere Tragring. Es gibt Exemplare mit Schweizerkreuz auf dem Korb und zusätzlich einem Kreuz im Strahlenkranz auf der Klinge. Es gibt auch Exemplare, die wohl kein Kreuz auf dem Griff aufweisen, dafür das Kreuz im Strahlenkranz auf der Klinge. Weiter gibt es österreichische Modelle ohne Schweizerkreuz, die aufgrund ihrer Attribute wie Koppel, Schlagband oder Geschenkwidmung auf eine Verwendung in der Schweiz schliessen lassen. Auffällig ist die Herkunft Solingen bei fast allen Galasäbeln dieser Art. Daraus lässt sich schliessen, dass die Solinger Firmen im aufkommenden Markt für private Offizierswaffen in der Schweiz nicht abseits stehen wollten. Leichte Säbel nach Ordonnanz 1867, seien sie nun mehr schweizerisch oder nach österreichischer Musterung geprägt, sind relativ selten. Dagegen gibt es eine Fülle von Varianten von Galasäbeln mit geraden Klingen nach Ordonnanz 1899.
Die Bilder zeigen einen Säbel mit der Herstellermarke E.W. ALTENDORF SOLINGEN terzseitig auf der Wurzel. Qurtseitig ist eine Widmung angebracht: STADTTURNVEREIN BERN / OBERTRUNER R. GUGGISBERG. Klinge: Länge 81 cm, Breite an der Wurzel 2 cm, terzseitig Hohlschliff, quartseitig flach, beidseitig Schweizerkreuz im Strahlenkranz, Trophäen und Ranken. Die Griffkappe weist auf der Höhe der Einmündung des Korbes die für die schweizerische Ordonnanz 1867 typisch breite Rinne auf, dann aber folgt nach österreichischem Design ein schmälerer Absatz, bevor die kuppelförmige Wölbung der Kappe beginnt. Der ehemals feste Ring an der Scheide wurde abgeschliffen, damit der Säbel nach Ordonnanz 1899 getragen werden kann. Die Klammer am Ösenband ist leicht schief.
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Donnerstag, 9. August 2018, 18:36

Schweizerische Ausgangssäbel Typ 1867 nach österreichischem Muster 1861 und messingenen Trageringen

Säbel nach kuk Muster 1861, Scheide im Retro Design, ursprünglich wohl schwarz brüniert, mit zwei messingenen Ringbändern und zwei Trageringen aus Messing. Korb ohne Schweizerkreuz mit maximaler Breite 7 cm. Klinge: Länge 76,5 cm, Breite an der Wurzel 22,1 mm, Fabrikationszeichen quartseitig auf Wurzel: Wappen mit Z (CLEMEN & JUNG SOLINGEN) terzseitig mit Hohlschliff, quartseitig flach, Schweizerkreuz im Flammenmeer beidseitig. Sehr solide Manufakturarbeit mit eingelötetem Knopf. Auch da weist die Griffkappe markant die eidgnössische Rinne auf, dann ein leichter Absatz nach kuk vor der Wölbung.
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Donnerstag, 9. August 2018, 18:54

Schweizerische Ausgangssäbel Typ 1867 nach österreichischem Muster 1861 und drei Absetzungen an der Griffkappe

Säbel mit schwachem Relief auf dem Klingendekor. Keine Herstellermarke. Griff nach Kuk Muster 1861, aber mit Schweizerkreuz in der Mitte des Korbes, maximale Breite 7 cm. Klinge: Länge 76 cm an der Wurzel 2 cm breit, terzseitig Hohlbahn, quartseitig flach, Kreuz im Strahlenkranz beidseitig auf Klinge. Klammer am Ösenband schief, fester unterer Tragering. Sehr schöner Mundbecher an der Scheide mit Absetzungen, der Scheidenmund mit den Arretierfedern ist an den Schmalseiten der Scheide verschraubt.
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Donnerstag, 9. August 2018, 19:17

Schweizerischer Ausgangssäbel Typ 1867 nach österreichischem Muster 1861 und Geschenkwidmung

Der Korb misst an der breitesten Stelle 7 cm, das Relief des Kreuzes am Korb ist relativ schwach. Klinge: Länge 81 cm, Breite an Wurzel 21,2 mm, terzseitig Hohlrinne, quartseitig flach. Klingendekor sehr gut erhalten: Beidseitig Trophäen und Ranken und Schweizerkreuz im Strahlenkranz. Terzseitig an der Wurzel Widmung F. 16.ten Sept. v. W & v. E. 1881, quartseitig an der Wurzel Herstellerlogo W. ALTENDORF SOLINGEN. An der Scheide oben ein Ösenband mit schiefer Klammer, unten ein Ringband mit festem Ring. Der Scheidenmund mit drei Absetzungen und innenliegender Haltefeder ist an beiden Schmalseiten der Scheide angeschraubt. Auffällig beim kuk 1861er Design ist auch der erhöhte Grat auf der Griffkappe von der Zwinge hin bis zur Mitte des Griffes. Zwinge mit drei Rillen.
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Dragoner

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Montag, 13. August 2018, 15:35

Ein interessanter Beitrag zu diesen eher seltenen Stücken, danke! Bisher habe ich mich noch nicht weit vorgewagt in diesem Kapitel und habe bisweilen die Finger von diesen Stücken gelassen. Der Bauer frisst ja bekanntlich nicht, was er nicht kennt!

Mein Bruder besitzt einen etwas abgerockten Säbel, der ggf in dieses Kapitel passen könnte. Es ist zweifellos eine Galawaffe mit Klingendekor, Bänderung nach 1867 und einem Griffkorb nach "schweizer Muster" aber ohne Schweizerkreuz. Auf der Klingen finden sich terzseitig griechische Buchstaben überdies ist die Klinge extrem gebogen. Aber über die Herkunft ist bisweilen nichts bekannt geworden. Einen griechischen Säbel schliessen wir aber aus. Bei Gelegenheit reiche ich Bilder nach.

Dragoner
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