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Samstag, 7. Mai 2016, 20:12

Franz. Säbel der berittenen Artillerie M 1829 (Fahrkanonier)

Datiert 1831. Messing-Bügelgefäss auf der Innenseite gestempelt "277" zusammen mit vier verputzten Abnahmemarken. Auf Unterseite eingeschlagen "L 182". Rückenklinge mit beidseitiger Hohlbahn. Auf Fehlschärfe aussen zwei Abnahmemarken und innen "I". Rückenätzung in Schreibschrift "Man´re R´ale de Chatellerault - Juillet 1831". Eisenscheide mit zwei Ringbändern. Auf oberem Zahl "1210". Innen unter Mundstück Abnahmemarke und darunter "20.L".

Gesamtlänge...................980 mm
Säbellänge......................950 mm
Klingenlänge....................810 mm
Klingenbreite (max.)............33 mm

Gruss
blankhans
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2

Montag, 18. Juli 2016, 15:37

Datiert 1846. Messing-Bügel innen mit zwei Abnahmemarken und Zahl "18" im Viereck. Parierstange innen "1" gestempelt. Auf Klingen-Fehlschärfe aussen wieder die beiden gleichen Abnahmemarken wie auf Gefäss und innen Zahl "12". Rückenätzung "Manufre Rle de Chatellerault Fbry 1846". Nummerngleich gestempelte Eisenscheide. auf oberem Ringband Zahl "1" und auf Schlepper innen "18" im Viereck gestempelt.

Gesamtlänge......................985 mm
Säbellänge.........................950 mm
Klingenlänge.......................810 mm
Klingebreite (max.)................33 mm

Gruss
blankhans
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3

Dienstag, 4. Oktober 2016, 21:50

Das Messing-Bügelgefäss trägt auf der Innenseite die verputzten Abnahmarken und aussen die durchgestrichene Zahl "812". Die Parierstange ist innen "915" gestempelt und auf der Unterseite "818". Auf Klingen-Fehlschärfe aussen zwei Abnahmemarken. Von der Rückenätzung ist nur noch "Mfre..." zu erkennen. Eisenscheide mit zwei Ringbändern, das obere "7 601" gestempelt. Klingen-Haltefeder am Mundstück-Rücken angenietet (frühe Ausführung).

Gesamtlänge..................985 mm
Säbellänge.....................945 mm
Klingenlänge...................805 mm
Klingenbreite (max.)...........33 mm

Gruss
blankhans
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Der Beitrag »Zum Begriff "Fahrkanonier" des Sabre d'artillerie à cheval, modèle de 1829« von »schmiede39« (Donnerstag, 6. Oktober 2016, 13:21) wurde vom Benutzer »blankhans« gelöscht (Donnerstag, 6. Oktober 2016, 17:27).

Der Beitrag von »blankhans« (Donnerstag, 6. Oktober 2016, 16:02) wurde vom Autor selbst gelöscht (Donnerstag, 6. Oktober 2016, 17:28).

6

Freitag, 7. Oktober 2016, 13:54

Inschrift auf dem Klingenrücken als Hinweis auf die Epoche der französischen Geschichte, in der die Waffe hergestellt wurde

Dieser Säbel für berittene Artillerie Modell 1829 trägt auf dem Klingenrücken die Marke Manufre N'le de Châtellerault Mai 1850. Wegweisend ist dabei die Abkürzung N'le für "Nationale". Das ist ein klarer Hinweis dafür, dass dieser Säbel aus der Zweiten Republik stammt. Die zweite Republik löste die Julimonarchie (1830-1848) ab und dauerte bis 1852. Nach dem Zusammenbruch der Julimonarchie in der Febreuarrevolution 1848 wurde am 2. Februar 1848 die Zweite Republik ausgerufen. Der Zweiten Republik folgte das Zweite Kaiserreich von Louis-Napoleno, das bis 1870 dauerte.

Als erkennbare Punze befindet sich auf dem Bügel der Poinçon von F.A. Bisch, contrôleur in Châtellerault 1844-1861. Auf dem Bügel sind terz- und quartseitig zahlreiche zum Teil durchstrichene Ziffern erkennbar, ebenso auf dem oberen Ringband.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »schmiede39« (7. Oktober 2016, 14:03) aus folgendem Grund: Sonderzeichen


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Freitag, 7. Oktober 2016, 14:28

Säbel für berittene Artillerie Modell 1829, nicht reglementarische Ausführung für Offiziere

Die berittene Artillerie wurde von Napoleon eingerichtet. Diese mobile Artillerie konnte der Kavallerie folgen und war in der Lage, sich sehr schnell zu verschieben und an einem neuen Ort sich wieder gefechtsbereit einzurichten. Als Säbel trugen die reitenden Artilleristen den Säbel der Leichten Kavallerie, so auch die Modelle 1816 und 1822. Diese langen Säbel mit ihren Korbgefässen behinderten die Mannschaften beim Abprotzen und Schieben von Stücken und Karren. Auf ihren Wunsch wurde ihnen 1829 ein leichterer Säbel zugestanden.

Dieser Grund für die Einführung eines leichteren Säbels galt nicht für die Offiziere. Trotzdem verkauften private Anbieter eine Offiziersausführung dieses gefälligen Säbels. In Proportion und Klinge entspricht dieser Säbel dem Mannschaftssäbel. Der Griff dagegen ist an der Griffkappe mit Lorbeer, der Bügel mit einer Palmette und das Parierstangenende mit einer Fleurette verziert. Die Griffkappe oben schmückt eine platzende Granate. Der abgebildet Säbel trägt die Inschrift Coulaux Frères à Klingenthal auf dem Klingenrücken. Der Säbel stammt aus der Zeit der Julimonarchie von König Lous-Philipp, die von 1830-1848 dauerte. Die Waffenfabrik Klingenthal konnte der französischen Armee keine Mannschaftssäbel des Modells 1829 liefern. Die Punzen auf dem Säbel sind die Qualitätszeichen für den privaten Handel.
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8

Samstag, 8. Oktober 2016, 14:39

Eine sehr schöne Ergänzung zu den vorhergehenden Beiträgen. Vielen Dank.

Gruss
blankhans