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Dienstag, 27. September 2016, 15:38

Briquet AN IX - Anzahl Rillen und Parierstangenende

Parierstangenende und Anzahl Rillen am französischen Sabre d’infanterie, modèle de l’An 9.


36 Rillen und wuchtiger Knopf

Sofort erkennbar sind die Modelle AN IX (= 1800) am Parierstangen Endstück. Alle mir bekannten französischen Autoren von Publikationen über französische Blankwaffen (Christian Blondieau, Michel Pétard, Jean Lhoste und natürlich Aries) beschreiben das Parierstangenende so: Die Parierstange ist leicht ortwärts geneigt und verbreitert sich an ihrem Ende trichterförmig zu einem Pyramidenstumpf. Über diesem Stumpf wölbt sich eine Kuppel mit einem markanten Knopf in der Mitte.

Bild 17 zeigt einen solchen Säbel aus Italienischer Manufaktur. Die Feldzüge General Bonapartes am Ende des 18. Jh. führten zur Besetzung der für die Waffenindustrie wichtigen Gebiete Noditaliens. Zahlreiche Manufakturen von Turin bis Brescia lieferten von nun an auch Blankwaffen für die Grande Armée Napoleons. Ein bekannter Händler und Produzent aus dieser Zeit ist BARISONI aus Milano.

Der abgebildete Säbel ist auf dem Rücken mit BIANGHI bezeichnet, vermutlich ein Hersteller aus Brescia. Der Bügel des Säbels trägt quartseitig die Nummer 94 K. In der Bügelmitte findet sich die
Abnehmermarke RI über Krone. Das bedeutet République Italienne, diese Republik bestand von 1802 bis 1805. Aufgrund dieser Punze muss dieser Säbel in diesem Zeitraum hergestellt worden sein. Eine zweite Punze ist die Punze von Barisoni, ein Gipfel mit einem Kreuz.


33 Rillen und Stift auf Pyramidenstumpf
Es existieren aber auch Varianten vom Modell AN IX, die 33 Griffrillen aufweisen, 32 schmale und eine breitere über der Parierstange. Der Griff dieser Säbel ist feiner, zierlicher und flacher als
beim wuchtigen Modell mit 36 Rillen. Das Parierstangenende erweitert sich bei diesen Modellen zu einem Pyramidenstumpf. Über dem Stumpf erhebt sich ein abgerundeter viereckiger Sockel. In der Mitte des Sockels erhebt sich ein Stift oder eher ein Halbkügelchen.

Beide Säbel sind auf dem Klingenrücken markiert mit Mfture Nale de Klingenthal Coulaux frères. Diese Klingenmarkierung ist üblich in den Jahren 1801-1802. Schwach erkennbar ist die Punze
von Simon Ferdinand Beaumaretz, dieser war Inspecteur in Klingenthal von 1803-1807. Somit können auch diese beiden Säbel zeitlich eingeordnet werden.
»schmiede39« hat folgende Bilder angehängt:
  • AN IX 014.JPG
  • AN IX 015.JPG
  • AN IX 016.JPG
  • AN IX 017.JPG
  • AN IX 024.JPG
  • AN IX 019.JPG
  • AN IX 020.JPG
  • AN IX 021.JPG
  • AN IX 028.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »schmiede39« (29. September 2016, 13:59)


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Dienstag, 27. September 2016, 15:42

Kann mir jemand sagen, wie ich diese Sonderzeichen wieder wegbringe? Ich habe dieses Problem immer, wenn ich einen Text von mir Kopiere und ins Forum Stelle. Wenn ich den Modus überarbeiten drücke, ist alles in Ordnung, aber nach "Absenden" sind die sonderzeichen wieder da.

3

Dienstag, 27. September 2016, 18:13

Dieses Problem habe ich auch, habe mich aber inzwischen daran gewöhnt.
corrado26

4

Donnerstag, 29. September 2016, 10:31

Hallo,

unser technischer Administrator hat sich der Sache angenommen. Es sollte jetzt wieder ohne Störungen funktionieren.

Gruss
blankhans