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Donnerstag, 23. Februar 2017, 06:22

Züricher Säbel 1762

Züricher Säbel 1762 mit Scheide, Klinge Krone, Z, Trophäen, andere Seite mit schwertschwingendem Löwen und " für Gott und das Vatterland" mit Scheide 767, Säbel 728/598/32/22
»Rothbarsch« hat folgende Bilder angehängt:
  • 188_Züricher Säbel 1762 m Sch.jpg
  • 188_Züricher Säbel 1762 m Sch c.jpg
  • 188_Züricher Säbel 1762 m Sch d.jpg

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Donnerstag, 23. Februar 2017, 20:34

Hallo Rothbarsch, das ist ein sehr interessanter Zeitzeuge Zürcherischer Militärgeschichte. Die Klinge stammt von einem Säbel, der seit etwa 1745/50 vom Zeughaus Zürich an Infanteristen abgegeben wurde. Zu diesem Säbel gehörte ein Löwenkopfgefäss mit Messingspangen in der Art der Berner Ordonnanz. In Zürich sind die Klingen dieser Säbel mit typischen Zürcher Gravuren versehen, so mit dem grossen Z und dem Zürcher Wappen mit dem säbelschwingenden Lösen als Schildhalter. Auffällig bei deinem Säbel sind die Mitteleisen. Die Griffe nach französischem Modell 1767 haben immer nur halbe Mitteleisen. Bei deinem Säbel wurde die andere Hälfte - Griffe 1767 mit ganzem Mitteleisen gibt es eigentlich gar nicht - angelötet. Während der napoleonischen Besetzung wurden in allen Kantonen die Zeughausbestände geplündert. Nach 1803 bemüht sich Zürich, aus altem Material oder wenn möglich mit Neuzukäufen die Bestände wieder aufzufüllen. Die Zürcher Zeugamtsrechnungen zwischen 1803 und 1817 sind da sehr aussagekräftig. Nach diesen Aufzeichnungen wurden neue "moderne" Messinggriffe beschafft und von Zürcher Degenschmieden auf alte noch brauchbare Klingen montiert. Remontierungen von alten Klingen auf Rundbügelbriquets habe ich im Forum bereits vorgestellt. Ich bin daran, auch die verschiedenen Remontierungen von alten Klingen auf neue Messinggriffe mit Winkelbügel einigermassen systematisch darzustellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schmiede39« (23. Februar 2017, 20:40)


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Donnerstag, 23. Februar 2017, 20:47

Berner Infanteriesäbel um 1850

Dieser Säbel hat dasselbe Gefäss wie die Zürcher Säbel um 1850. Die Zürcher Gravuren wurden bereits vorgestellt, die Berner Gravur ist schlichter und besteht nur aus einem schreitenden Bär.
»schmiede39« hat folgende Bilder angehängt:
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Donnerstag, 23. Februar 2017, 20:58

Zürcher Klingen 1750 an einem Messer für Feldmauser und an einem Säbelgriff Sardinien-Piemont 1843

Ein Feldmauser braucht ein Messer, um über einem Mäusegang ein rundes Loch in die Rasendecke zu schneiden, damit er in den Mäusegang die Falle stellen kann. Neben alten Sensen wurden auch alte Säbelklingen zu solchen Messern umgebaut. Besonders interessant ist die Kombination einer Zürcher Klinge mit dem einfachen offenen Italienischen Säbelgriff 1843 per sottoufficiali e truppa di fanteria des Königreichs Sarinien-Piemont. Beide Klingen wurden auf unterschiedliche Längen verkürzt, was noch gut sichtbar ist an den Enden der Rückenhohlrinnen. Die Zürcher Gravur mit dem grossen Z weist auf Klingen um 1745/50 hin. Ab 1770 verschwinden das grosse Z auf den Klingen.
»schmiede39« hat folgende Bilder angehängt:
  • ZH 1770 016.JPG
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