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Montag, 19. Februar 2018, 21:40

M1842/52 Säbel für unberittene Offiziere

Modell: M1842/52, Säbel für unberittene Offiziere

Gesamtlänge: 890 mm
Klingenlänge: 695 mm
Klingenbreite: 28 mm
Länge der Scheide: 780 mm

Hersteller: S H ( evtl.Samuel Hoppe oder Simon Helvig ? )


Stempel: 'S H' graviert in Schreibschrift im Ornamentbogen auf Klinge nahe Stichblatt
»joehau« hat folgende Bilder angehängt:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joehau« (19. Februar 2018, 21:55)


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Montag, 19. Februar 2018, 22:02

Der Säbel entspricht dem französischen Sabre d'officier d'infanterie Mle.1821.
Die Klinge war wahrscheinlich ursprünglich im oberen Drittel gebläut und die
Ornamente vergoldet. Die Scheide ist etwas zu lang, im Deckblech wurden
Aussparungen für die Mitteleisen eines älteren Gefäßes sorgfältig aufgefüllt,
was darauf schließen läßt, dass Säbel und Scheide ursprünglich nicht
zusammengehörten.

Vielleicht kann einer dazu etwas sagen.
»joehau« hat folgende Bilder angehängt:
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Dienstag, 20. Februar 2018, 09:22

Hallo joehau, das ist ein sehr schöner Säbel mit der ursprünglichen Belederung am Griff, also nicht Rochenhaut. 1861 wurde für Infanterie Offiziere eine neue Säbeltragart eingeführt. Nach Bekleidung und Ausrüstung von 1852 trugen die Inf Of den Säbel an einem leinenen Schulterbandelier unter dem Uniformfrack. An den Leinen- oder Hanfbändern war die lederne Tragetasche angenäht, in die der Säbel eingesteckt wurde. Die Scheiden 1842/52 sind zweiteilig: Mundblech mit Trageknopf und Stiefel mit Ortknopf.

Nach Ordonnanz 1861 wurde ein weiter Waffenrock nach französicher Art eingeführt. Zu diesem Waffenrock gehörte ein Säbelgurt mit Löwenkopfschnallen, der Säbel wurde also im Gehänge getragen. Sehr viele Säbelscheiden wurden für diese Tragart ergänzt oder ungebaut. Die neue Scheide wies drei Garnituren auf, der Stiefel einen Schlepper. Auffällig an deiner Scheide ist, dass der Stiefel immer noch einen Ortknopf aufweist und nicht einen Schlepper, was aber nicht unüblich ist, denn bei diesem Säbel findet man fast nichts, was es nicht auch noch gibt.

Ein Vergleich des Klingendekors mit ander Säbel der selben Ordonnanz lässt auf Samuel Hoppe schliessen.

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Dienstag, 20. Februar 2018, 16:36

[quote='schmiede39','index.php?page=Thread&postID=44671#post44671']

... denn bei diesem Säbel findet man fast nichts, was es nicht auch noch gibt.
Ein Vergleich des Klingendekors mit ander Säbel der selben Ordonnanz lässt auf
Samuel Hoppe schliessen.[/quote]


Danke für die Informationen.

Was die Scheidebeschläge angeht, gibt es tatsächlich eine recht große Vielfalt.

Das hier gezeigte Klingendekor dagegen, ist sehr häufig bei den französischen
und schweizer Klingen ( meistens aus Solingen ) aus der Zeit anzutreffen, und
zwar erstaunlicherweise immer ziemlich genau gleich.


Gruss Jörg