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1

Montag, 16. Mai 2005, 12:50

unbekannter Säbel

einziges Zeichen ein ca. 5mm grosses G (Punkt in der Mitte) R auf der Klinge. Gefäss war wohl mal silbern.


2

Montag, 16. Mai 2005, 12:59

Es ist ein "Franz. Infanterie-Säbel Modell 1821 "Steht was auf dem Klingenrücken? Oder "G" und "R" ist alles was zu finden ist?

Ach noch was - die Scheide hätte ich gern :-)
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

3

Montag, 16. Mai 2005, 13:15

Hallo le hussard
ich glaube nicht das es ein Franzose ist. Der Säbel hat keine Klingenrückeninschrift.
Das G R steht unter dem Stichblatt. So eine Marke habe ich noch nicht bei Franzosen gesehen.
Die Scheide ist leider gebrochen.
Gruss
Sven

4

Montag, 16. Mai 2005, 13:32

Zitat

ich glaube nicht das es ein Franzose ist.

Warum? Nur weil

Zitat

Der Säbel hat keine Klingenrückeninschrift
? Das muss auch nicht sein, Klingenrückeninschrift ist oft zu finden, aber nicht immer. Oder weil

Zitat

So eine Marke habe ich noch nicht bei Franzosen gesehen
- hast du alle Markierungen gesehen? Es könnte belgier sein. Aber da kenne ich mich nicht aus.
Beschreib beiden Markierungen: sind das nur Buchstaben, oder gibt es noch Kränzchen rund herum oder Sternchen, oder Krone oben?
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

5

Montag, 16. Mai 2005, 13:34

Es ist dem Typ nach ein Franzose. Muß aber nicht in Frankreich getragen worden sein.

Mich würde mal ein Foto des besagten Stempels interessieren.
Befindet er sich direkt auf dem Stichblatt, oder unter dem Stichblatt--> auf der Klinge?

Gruß,
Thomas

6

Montag, 16. Mai 2005, 13:39

Hier mal die Marke meines ehemaligen franz. Infanterie-Unteroffizier-Säbel M 1845:



Und hier der Griff von der Seite, mit der typisch französischen Griffkappe:


7

Montag, 16. Mai 2005, 13:47

@Thomas, du hast Recht - ist dem Typ nach ein Franzose. Muß aber nicht in Frankreich getragen worden sein .
Aber wo den? Belgien hat änliches Model gehabt, aber änliches, mit Abweichungen, Russland hat auch änliches Model gehabt, aber die Waffen waren nicht mit G & R markiert und auch nur änlich. Ich muss zu geben, andere Länder, die so ein Model hatten, kenne ich nicht. Eine Idee?
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

8

Montag, 16. Mai 2005, 13:51

apropos: ich habe so ein Eindruck, das nur Klingenthal und Châtellerault haben sich auf dem Klingenrücken verewigt. Bin aber nicht sicher. In jedem Fall habe ich keinen anderen Hersteller gesehen, den so was gemacht hat.
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

9

Montag, 16. Mai 2005, 14:04

Zitat

Original von le Hussard
...
Ich muss zu geben, andere Länder, die so ein Model hatten, kenne ich nicht. Eine Idee?


Deutschland, oder präziser "Baden" hatte so einen Säbel. Es ist das Modell 1849 für Infanterieoffiziere!

10

Montag, 16. Mai 2005, 14:10

Na gut, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil :-) Heute ist nicht mein Tag.
Es gab doch zwei Länder, die identische Modelle getragen haben:
Schweiz: eidg. Ord. 1842/1852 für unberittener Offizier, L. 89,5-90cm
Italien: Säbel für Inf. Offizier M1821, L. 96cm 100% Kopie der franz. Säbel
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

11

Montag, 16. Mai 2005, 14:11

Bevor Ihr Euch in die Wolle kommt...

Ich denke, unser Sven sollte uns nicht raten lassen, wo genau der "G.R" Stempel sitzt, wenn er schreibt:

Zitat

einziges Zeichen ein ca. 5mm grosses G (Punkt in der Mitte) R auf der Klinge.


Zitat

Das G R steht unter dem Stichblatt.


Ich rate mal, daß es auf der innseitigen Fehlschärfe sitzt. Am besten wäre noch ein Bild des Stempels.

Im Übrigen ist der "Urvater" schon ein "sabre des officier's d'Infanterie - Modèle 1821". Die Frage ist: Belgien, Schweiz, Italien oder ...

Gruß an alle Diskutanten
"Schwertfeger"
"Suum cuique" (Cicero: Jedem das Seine; Devise des Schwarzen Adler Ordens)

12

Montag, 16. Mai 2005, 14:15

Zitat

Original von Zieten

Zitat

Original von le Hussard...Ich muss zu geben, andere Länder, die so ein Model hatten, kenne ich nicht. Eine Idee?
Deutschland, oder präziser "Baden" hatte so einen Säbel. Es ist das Modell 1849 für Infanterieoffiziere!


Mayer schreibt:
Die Hülse besteht - abweichend vom franz. Vorbild - aus fischhautbezogenem Holz und ist mit verdrilltem Kupferdraht bewickelt.
D.h. Baden passt nicht, ich sehe hier keine Fischhaut.
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

13

Montag, 16. Mai 2005, 14:22

Zitat

Original von le Hussard

Zitat


...
D.h. Baden passt nicht, ich sehe hier keine Fischhaut.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es ein Badener sein soll. Das ist wie mit den Klingenrücken-Inschriften, mal sind sie da und mal nicht. Innerhalb der Dienstzeiten haben sich warscheinlich auch die Materialien geändert.

Ich würde es jetzt nicht nur an Mayers Beschreibungen festmachen, was Fischhaut- oder Rindslederbezogen war.
Wieviel dieser Säbel hat er denn als Vergleichsmaterial zur Verfügung gehabt und aus welcher Zeitraum der Tragezeit von 1849 bis 1856?

Nicht nur die Griffbelederung, sondern auch die Klingenform weichen vom vorliegenden Stück ab.

Ich tendiere mehr zu Belgien, wenn es kein Franzose ist.

Gruß,
Thomas

14

Montag, 16. Mai 2005, 14:36

Ich kann nicht sagen, ob im Baden mit Fischhaut ein Vorschrift war oder nicht. Ich gehe aber davon aus, dass Mayer hätte auch Leder erwänt, falls er solche Säbel gesehen hätte. Ich habe ein einziges Bild vom belg. Säbel - die Abweichungen vom franz. Model sind zu stark. Kann aber natürlich sein. Da wäre ein Bild von den Markierungen doch sehr nutzlich.
Tu ne cede malis, sed contra audentior ito!

15

Montag, 16. Mai 2005, 14:39

Zitat

Original von le Hussard
...
Da wäre ein Bild von den Markierungen doch sehr nutzlich.


Und Bilder von der Scheide wären auch gut.

18

Montag, 16. Mai 2005, 19:16

Hallo zusammen
habe die Bilder eingestellt. Den Stempel musste ich zeichnen, da ich nur Scannen kann.
Der Stempel ist ca. 5mm groß und fast 1mm dick.
Schwertfeger hat recht er sitzt auf der Fehlschärfe Innenseite.
Ansonsten kann ich nur sagen das das Gefäß und Scheidenbeschläge wohl mal silbern war und der Säbel von einem Flohmarkt in Baden stammt.
Dank+Gruss
Sven

19

Montag, 16. Mai 2005, 20:05

Aus dem (meinem) Bauch heraus ist das keine französische, oder belgische Scheide.

Dann bleiben wohl noch Deutschland, oder Schweiz?

Gruß,
Thomas

20

Montag, 16. Mai 2005, 20:39

Hallo,in diesem Fall würde ich auf Schweiz tippen. In Deutschland wurde dieses Modell in Baden geführt. Aber immer nur mit dem badischen Wappen auf der Oberseite des Stichblatts.

Gruss
blankhans