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1

Dienstag, 22. Mai 2007, 18:47

M 52,

Hallo Sammlerfreunde,
ich hab hier einen preuß. M 52 mit Steckrücken und Schör vor mir zu liegen und wundere mich über die Stempel. Nummerngleiches Stück, wenn Original muß wohl der "Stempler" ein Anfänger gewesen sein, die 3 ist erst auf der Scheide verkehrt herrum gestempelt, weiterhin sind auf dem Mundblech und Scheidenring Nummern (auch gleich), kenne ich bloß von französischen Waffen auf dem Scheidenring und noch eine auf der Fehlschärfe, Abnahme auf dem Klingenrücken W85.
Auf der Scheide hab ich keinen Abnahmestempel gefunden.
Was haltet Ihr davon?
Gruß mario

2

Dienstag, 22. Mai 2007, 20:12

RE: M 52,

Zitat

Original von mario
Hallo Sammlerfreunde,
ich hab hier einen preuß. M 52 mit Steckrücken und Schör...


So eine Waffe fehlt mir (immer) noch,

einerseits in meiner Sammlung (sekundär) und andererseits für meine Website (primär).

Zitat

Original von mario
...die 3 ist erst auf der Scheide verkehrt herrum gestempelt...


Wo denn? Ich sehe eine 8 und eine normal gestempelte 3.

Zitat

Original von mario
Auf der Scheide hab ich keinen Abnahmestempel gefunden.
Was haltet Ihr davon?


Anhand der letzten (aktuellen) Stempelung auf der Scheide, und dem einzelnen Truppenstempel auf dem Korb der Waffe, würde ich behaupten, daß die Scheide später zum Säbel hinzu kam.

Gruß,
Thomas

3

Dienstag, 22. Mai 2007, 20:22

Sorry, war schlecht zu sehen.
Bilder kannst Du jederzeit von mir bekommen.
Gruß mario

4

Dienstag, 22. Mai 2007, 20:33

Hallo Mario!

Seltsame Sache hier, nun meine Beschreibung: Scheidenstempel 8.T.E.260.; Mundblech nur mit einer Schraube quartseitig befestigt - Mundblech innen terzseitig mit 260 (darunter53?) ein Abnahmestempel quartseitig gestempelt. Auf dem Scheidenring habe ich keinen Stempel gefunden.Der Schlepper ist quartseitig mit RC unter Krone, einem Abnahmestempel und einem H gestempelt.
Die Scheide ist mit Federstahlstreifen versehen und brünniert. Ein Tragering.
Leider habe ich gerade keine Kamera, darum die Beschreibung.
Die Zahlen sind einzeln gestempelt und liegen nicht perfekt auf eine Linie.
Ich halte Deinen M52 für i.O. , zur Mobilmachung wurden Stücke neu zusammengestellt und gestempelt (bis dazu die Änderung/Verbot kam).

Bis bald
Roland
_______________________________________________________________

Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch regieren -
bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.
Otto v. Bismarck

5

Mittwoch, 23. Mai 2007, 17:18

Hey Roland,
sind sich ja unsere Säbel schon einmal begegnet :D,


Interessant für mich ist, was die Stempel auf dem Griffring und auf dem Mundblech bedeuten, vielleicht so etwas wie ein Arsenal-Stempel??

Gruß mario

6

Samstag, 28. Juli 2007, 15:26

wieder 8.T.E.

Langsam lesen: über einem Mitglied aus dem Forum von einem Mitglied aus dem Forum bekommen.

Hallo Sammlerfreunde,
hab einen Ledergürtel bekommen mit einem Säbel dran, über den Säbel brauch ich ja nicht viel schreiben, achtet aut den Truppenstempel und den von traunixmehr und den schon beschriebenen.

Weiß jemand mehr über den Gürtel, Trageweise oder sonst was?
Gruß Mario

7

Samstag, 28. Juli 2007, 17:26

52er

... schon interessant Mario, auf dem Mundstück die identische Waffennr. wie auch bei Roland, zusätzlich bei dir die 8 !?!, bei Roland die 53 !?! ?(
Ist der Korb brüniert? Entschuldige Mario, ich habe dir noch gar nicht zu deinem Stück gratuliert.
Bis bald, Grüße, Michael

8

Samstag, 28. Juli 2007, 18:04

Hallo Micha,
jetzt mußte ich aber 2 mal lesen "identische Waffennr."???????
alles klar.Ich dachte erst die 8 steht für 8.T.E. wäre auch logich wenn Roland seiner nicht die 53. hätte. Korb und Scheide sind brüniert, ob neu oder alt?? Gibt noch mehr zu sehen, vielleicht fällt es jemanden auf.
Gruß Mario

9

Samstag, 28. Juli 2007, 18:51

52er

Genau;identische Waffennummer jeweils die 260 (Roland) auf dem Korb und dem Mundstück und die 258 bei dir.( Korb und Mundstück)
Die Brünierung sieht meines Erachtens "alt" aus, der Umstand warum der Korb brüniert ist, entzieht sich meiner Kenntnis! Aber warum wurden eigendlich die Scheiden brüniert und die Gefäße außer Acht gelassen???
Interessant ist der "Abnahmestempel", schwach links neben dem Truppenstempel! ( 1. Revisionsstempel ???)

Grüße, Michael

10

Samstag, 28. Juli 2007, 18:53

Hallo allerseits,

ich habe zwischenzeitlich die Bilder machen können, einmal Scheidenmund, Truppenstempel und die Stempel vom Ortblech.
Kann mir einer das "H" erklären?
Die etwas größere 8 bei Mario´s Scheidenmundstempel ist meiner Meinung nach doch ein Hinweis auf die Abteilungsnummer, also OK.
Bis bald
Roland
_______________________________________________________________

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Otto v. Bismarck

11

Samstag, 28. Juli 2007, 19:09

52 er

Hallo Roland mit der 8 bei Mario wäre plausibel, aber wofür steht dann die "Kleine" 53 aud deinem Mundstück ?(.
Grüße, Michael

12

Samstag, 28. Juli 2007, 19:23

Hallo Michael,

da die 260 nach der 53 gestempelt wurde, könnte(!) es eine Nummer des Arbeiters handeln, der die Scheide gefertigt hat.Der Abnahmestempel der Prüfkommisison /oder des Offz. ist auf der gegenüberliegenden Seite des Mundbleches eingeschlagen.
Das Stempeln von gefertigten Einzelteilen durch Arbeiter hatte ich mal im DWJ gelesen, da ging es aber über Schußwaffen in preuss. Gewehrmanufakturen. Ich nehme an, daß es zum Teil auch bei Blankwaffen vorkommen könnte.
Bis bald
Roland
_______________________________________________________________

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Otto v. Bismarck

13

Samstag, 28. Juli 2007, 20:56

Hallo Micha,
habe extra ein Foto gemacht von der Abnahme neben der 8, hab bei allen Waffen die ich habe und hatte da noch keinen Stempel gesehen (abgesehen von Mundblechen, FM), dafür habe ich auch bloß das "H" auf dem Schlepper und keine Abnahme, was ich wiederum auch noch nicht hatte.
Gruß Mario

14

Samstag, 28. Juli 2007, 21:08

Zitat

Original von traunixmehr
Kann mir einer das "H" erklären?


Hm, bei dem Schill-KD, den ich gerade anbiete, ist auch so ein H auf dem Schlepper. Keine Ahnung, für was das steht.

Gruß,
Thomas

15

Samstag, 28. Juli 2007, 21:13

Die waren alle im Besitzt des gleichen Sammlers oder Händlers, der hieß Heinz und dachte sich " werd ich mal ein H raufhauen, bleiben wenigstens noch Fragen, wenn ich schon lange nicht mehr bin" oder so.
Gruß Mario

16

Sonntag, 29. Juli 2007, 13:43

52er

.... beim Train war wohl alles möglich ....! ;)
Grüße, Michael

17

Sonntag, 29. Juli 2007, 13:45

Train, kann ich nichts mehr zu sagen, ließ unten.
Gruß Mario

18

Sonntag, 29. Juli 2007, 22:27

Nachtgedanken

Moin!

Auch bei 52er Kavallerie-Säbeln wurde gelegentlich eine neue Klinge eingezogen, und sei es nur um auf die neue Klinge mit Steckrücken und Schör umzurüsten. Erfolgte diese Maßnahme durch den Regt.-Büchsenmacher, wurde diese zumeist durch einen Buchstabenstempel in Verbindung mit der Jahreszahl dokumentiert.

Siehe auch: Mecklenburg

Ein zweiter Bereich ist die Waffennummer (teils auch mit der Eskadronsnummer etc.) am Mundblech, bzw. eine Nummer ohne direkten Bezug zum Truppenstempel am Mundblech und häufig auch am Band. Grundsätzlich dienten diese Markierung zur Bestimmung der zusammengehörigen Scheidenteile. Zum einen wurde bei nicht ausgegebenen Waffen die Scheiden im Depot demontiert aufbewahrt. Zum anderen mußte bei Arbeiten wie dem Brünieren der Scheiden oder dem Entfernen des unteren Rings (Bandes) die richtigen Teile später wieder zusammen gefügt werden.

Gruß

ulfberth

19

Montag, 30. Juli 2007, 09:20

Abnahme

Hallo Ulfberth, laß mich in dem Zusammenhang folgende Frage stellen:
Ich komme da immer ins "Schwimmen" ?(
Es geht um die Abnahme auf der Angel. Kammerstücke sind auf allen Metallteilen mit einem Abnahmestempel versehen, soweit klar, auch die Angel? Ich meinte immer, erst nach Reparatur der Waffe durch "Einsetzen" einer neuen Klinge erhält die Waffe AUCH einen Abnahmestempel auf der Angel !? Bitte um Aufklärung.

Grüße, Michael

20

Montag, 30. Juli 2007, 13:15

Angelvernietung

Hallo Michael,

es gibt eine ganze Reihe von Vorschriften über das Waffen-Reparaturgeschäft innerhalb der Truppe sowie bei den Artillerie-Depots und den Waffen-Depots an den Standorten. Daneben gibt es noch die Abnahme-Kommission bei den Herstellern und Gewehrfabriken in Verbindung mit den Revisionsstempeln.

Das alles ist ein Themenbereich, bei dem man schnell vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Deshalb hier auch nur ein sehr vereinfachtes Fallbeispiel. Nehmen wir uns dazu einen 1885 hergestellten preussischen Artillerie-Offizier-Säbel. Alle Teile durchgestempelt, ebenfalls die Angelvernietung. Der Säbel hat noch die doppelte dünne Silberdrahtwicklung, und genau diese muß 1905 – da gerissen – erneuert werden. Unabhängig von den damit verbundenen Arbeiten, haben wir dann eine doppelte dicke Silberdrahtwicklung, einen neuen Querniet und eine neue Angelvernietung. Letztere dann selbstverständlich wieder sauber angepaßt, auch mit Einstrichen für die Haare, nur eben ohne Abnahmestempel. Denn diese Arbeit wurde vom Regimentsbüchsenmacher vorgenommen und hier ist dann kein Abnahmestempel im Spiel. Ähnliches gilt, wenn er Einzelteile bezieht und einbaut. Diese sind dann zumeist abgenommen und tragen die üblichen Stempel. Der Büchsenmacher war dann gehalten, sein Zeichen zusätzlich zu Schlagen. Hier ging es dann darum, daß auch er für seine Arbeit haftete.

Ich werde versuchen demnächst einen Link zu einem Beitrag über die Abnahme auf preussischen Blankwaffen um 1860 hier einzustellen. Vielleicht beantwortet das dann noch die eine oder andere Frage.

Gruß

ulfberth