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Sonntag, 26. August 2007, 21:52

Portepee Schwarzburg-Sondershausen

Ist hier bekannt, welches Portepee nach 1867, speziell nach Einführung des preussischen IOD 1889, beim 1. Bat. des 3. Thüringischen Inf. Reg 71 getragen wurde? Das Reg, war in Sondershausen und gehörte zu Schwarzburg Sondershausen.

Auf Fotos von Offiziern von Schwarzburg-Rudolstadt sind Portepees Preussischen Musters erkennbar. Nicht erkennbar ist allerdings, ob farbige Nähte im Riemen eingebracht waren.

Die Farben der Schwarzburger waren im blau und weiß. Nach dem Zusammenschluß mit Preussen durften die Schwarzburger Häuser diese Farben in den Kokarden tragen. Sondershausen weiß-blau-weiß und Rudolstadt blau-weiß-blau. Hatte das auch Auswirkungen auf das Portepee preussischen Musters?

In der Literatur findet sich lediglich ein Schwarzburgisches Offiziersportepee (ab ca. 18409, dass aus Silbergespinnst war, mit je einem äußeren, dicken, würfelartigen, blauen Streifen. Der Boden war mit blauen Kordeln belegt. Könnte diese Art beim Portepee preussischer Art beibehalten worden sein?

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Montag, 27. August 2007, 09:07

RE: Portepee Schwarzburg-Sondershausen

Das 3. Thüringische Infanterie-Regiment Nr. 71 wurde am 5. Mai 1860 errichtet, wobei das I. Bataillon zwar die Tradition des ehemaligen Füsilier-Bataillon Schwarzburg-Sondershausen verliehen wurde, doch es handelte sich bei dem Regiment um einen preußischen Truppenteil, weswegen auch das preußische Portepee dort zu tragen war.

1867 war von den Offizieren/Feldwebeln der neuen Infanterie-Regimentern 91 und 93 bis 96 das Bundesportepee ( -> roter Mittelfaden) anzulegen. Die Truppenteile waren zwar durch Militärkonvention mit Preußen verbunden, waren andererseits aber Bundestruppen (des Norddeutschen Bundes).

Nun zum IOD n/M beim 1. Bataillon: das preußische.

Die Schwarzburger Farben hatten keinen Einfluß auf das preußische Portepee.

Gruß

Schwertfeger
"Suum cuique" (Cicero: Jedem das Seine; Devise des Schwarzen Adler Ordens)

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Montag, 27. August 2007, 13:05

RE: Portepee Schwarzburg-Sondershausen

Danke Schwertfeger.

Also beispielsweise genau 1900. Im 1. Bat. des Inf. Reg 71 in Sondershausen, Portepee preussischen Musters mit rotem Mittelfaden. Richtig?

Dann ergibt sich gleich eine weitere Frage (immer bezogen auf das Jahr 1900). Offiziere diese Bat. trugen dann den IOD n/M noch mit ungeschwärzter Scheide mit zwei Ringen. Nur woran? War das Degengehänge genau 1900 schwarz (beides Unterschnallriemen und Schleppriemen) ?

War die Strippe des IOD n/M dann in Sondershausen auch schwarz-weiß-schwarz oder durften hier die Farben des Fürstentums wieder eingebarcht werden?

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Donnerstag, 30. August 2007, 08:22

RE: Portepee Schwarzburg-Sondershausen

Zitat

Original von LARAlara
... Im 1. Bat. des Inf. Reg 71 in Sondershausen, Portepee preussischen Musters mit rotem Mittelfaden. Richtig?

... Offiziere diese Bat. trugen dann den IOD n/M noch mit ungeschwärzter Scheide mit zwei Ringen. Nur woran? War das Degengehänge genau 1900 schwarz (beides Unterschnallriemen und Schleppriemen) ?

War die Strippe des IOD n/M dann in Sondershausen auch schwarz-weiß-schwarz oder durften hier die Farben des Fürstentums wieder eingebarcht werden?


Da bin ich falsch verstanden worden, nein. Das preußische Portepee hatte keinen roten Mittelfaden, diesen besaß das Bundesportepee. Im IR 71 war jedoch das preußische Portepee zu tragen.

Die Offiziere hatten den Degen an einem Leibriemen aus Gurtband oder Leder zum Unterschnallen zu tragen. Der Degen selber hing an einem Trageriemen (oberer Ring). Daneben war der Schweberiemen am untereren Ring befestigt.
Ferner gab es noch die Möglichkeit den Degen aufzuhaken. D. H. einem Hilfstrageriemen oder an einer Kette konnte der obere Ring eingehakt werden, so daß der Degen "schwebend" und nicht "schleppend" geführt wurde.

Eigentlich sollte die Fingerstrippe schwarz-weiß gewesen sein, was aber nicht ausschließt, daß ein Offizier auch "heimlich" etwas anderes trug.

Gruß

Schwertfeger
"Suum cuique" (Cicero: Jedem das Seine; Devise des Schwarzen Adler Ordens)