Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Blankwaffenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 24. Juli 2008, 22:38

Fragen zu franz. Kavalleriesäbel

Hallo Sammler,
Beziehe mich auf den Beitrag v. kunisada - Säbel? - in Fragen + Antworten v. 17.05.08.
"le hussard" und "Dmitry" sagen, dass es siich um einen franz. Säbel d. leichten Kavallerie, M 1822, handelt, bei dem die beiden Nebenbügel entfernt wurden.
Ich habe den gleichen Säbel mit folg. Maßen, Gravuren u.Stempeln:

- GL: 107 cm, KL: 92 cm, KB (max): 3 cm
- schwache Gravur auf Klingenrücken: M d Armes de Chat = M......
...M 1822
- Truppenstempel hinten auf dem Stichblatt: 11 P.U.L. 66.
- Stempel unten auf dem Stichblatt: P, 10, 9, 59, 36
- Stempel a. d. Innenseite d. Griffbügels: 535, 1376(durchgestrichen)
u. a.
Meine Fragen:
- Wodurch ist belegt, dass die beiden Nebenbügel entfernt wurden?
Im "großen Wagner" sind auf d. Seiten 320 u. 321 beide Säbel abge-
bildet und werden auch beschrieben. Der eine als Säbel d. leichten Kav
M 1822 und der andere als Kavalleriesäbel 1824. Ein Bezug zwischen
beiden Säbeln wird dort nicht hergestellt.

- Kann mir bitte jemand den Truppenstempel erklären.

- Was könnten die anderen Stempel (Griffbügel, Unterseite Stichblatt)
bedeuten?

Vorab Danke, vielte Grüße, Hans

2

Donnerstag, 24. Juli 2008, 22:39

RE: Fragen zu franz. Kavalleriesäbel

noch zwei

3

Freitag, 25. Juli 2008, 05:38

RE: Fragen zu franz. Kavalleriesäbel

Hallo Hans, mir ist duch einen Artikel aus dem DWJ - ....noch ist Polen nicht verloren, oder ähnlich- bekannt, dass im 2.WK die Polen solche abgeänderten Säbel geführt hatten. Mehr kann ich hierzu leider nicht beitragen. MfG königsberg

4

Freitag, 25. Juli 2008, 08:43

RE: Fragen zu franz. Kavalleriesäbel

Danke Königsberg,
den Artikel aus dem DWJ kenne ich nicht, muss mal sehen, ob ich den auftreiben kann.
Einen gleichen Säbel hatte ich auch in dem Armeemuseum in Kolberg als von Polen genutzte Waffe gesehen.
Gruß Hans

5

Freitag, 3. Juli 2009, 20:26

RE: Fragen zu franz. Kavalleriesäbel

Hallo,

Nachdem ich auf eine E-mail mit den entsprechenden Fragen an das polnische Armeemuseum in Kolberg, keine Antwort bekommen hatte, kam die Lösuing jetzt ganz überraschend.

Vorige Woche schrieb mir Adam, ein Sammler aus Polen, auf den Ursprungsbeitrag hier im Forrum, eine Mail und wusste folgendes zu dem abgeänderten franz. Kavall.-Säbel M 1822, was ich hier mit seiner Erlaubnis wiedergeben möchte:

Diese Säbelart wurde in den polnischen Kavallerie- und berittenen Artillerieeinheiten bis 1939 verwendet. Die beiden Nebenbügel wurden 1930 per Verordnung entfernt.
In den meisten Einheiten wurden diese Säbel jedoch durch die polnischen Kavalleriesäbel der Modelle 1921 und 1934 ersetzt.

Der Truppenstempel 11. P.U.L. bedeutet Pulk Ulanow Legionowych, also 11. Regiment der Ulaneneinheit, die im Nov. 1918 gebildet wurde und in Ciechanow stationiert war. Es handelte sich um einen Teil der Mazowiecka Kavalleriebrigade.

Danke an Adam und Grüße von

Hans