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Sonntag, 21. September 2008, 19:39

Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Datiert 1814. Messing-Bügelgefäss mit geriffelter Griffhülse. Auf der Bügelaussenseite zwei runde Abnahmemarken sowie ein Quadrat mit Zahl "18". Volle Rückenklinge ohne Fehlschärfe. Unterhalb der Klingenschulter aussen drei runde Abnahmemarken. Rückenätzung in Schreibschrift "Manuf´re R´le du Klingenthal X´bre 1814". Geschwärzte Lederscheide und glatte Messingmontur. Geweisstes Lederband an viereckiger Tragöse.

Gesamtlänge......................750 mm
Säbellänge.........................730 mm
Klingenlänge.......................590 mm
Klingenbreite (max.)..............37 mm

Siehe auch hier: Briquet Garde Nationale
Siehe auch hier: Frankreich, Infanteriesäbel M AN XI (1803)

Gruss
blankhans

2

Samstag, 8. November 2008, 20:27

RE: Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Datiert 1815. Griffbügel innen "VERSAILLES" gestempelt. Klingenrücken noch teilweise erkennbar geätzt "Manúf´re R´le ......... Janvier 1815". Braune Lederscheide.

Gesamtlänge....................755 mm
Säbellänge.......................725 mm
Klingenlänge.....................585 mm
Klingenbreite (max.)............36 mm

Gruss
blankhans

3

Donnerstag, 11. Dezember 2008, 16:27

RE: Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Datiert 1827. Zusätzlich zu den üblichen Abnahmemarken ist auf Parierstange und Mundblech auf der Aussenseite jeweils ein Anker (Marine) eingeschlagen. Rückensignatur auf Klinge "Manuf´re R´ale du Klingenthal O´bre 1827 - S.a." Die Kennzeichnung "S.a." soll für experimentelle Versuche mit einer Stahlangel stehen.

Gesamtlänge.....................755 mm
Säbellänge.........................735 mm
Klingenlänge......................595 mm
Klingenbreite (max.).............36 mm

Siehe auch hier Unbekannter Polizei-Säbel?

Gruss
blankhans

4

Sonntag, 6. Mai 2012, 14:16

RE: Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Datiert 1812. Dementsprechend auch die eingeätzte Rückenbeschriftung auf der Klinge "M´fture Imp´le Du Klingenthal Octobre 1812".

Gesamtlänge...................770 mm
Säbellänge......................730 mm
Klingenlänge....................590 mm
Klingenbreite (max.)............37 mm

Gruss
blankhans

5

Sonntag, 16. Juni 2013, 20:06

RE: Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Ebenfalls 1812 datiert, aber im Dezember hergestellt. Die Rückeninschrift lautet "M´fture Imp´le Du Klingenthal Decembre 1812".

Gesamtlänge...................750 mm
Säbellänge......................730 mm
Klingenlänge....................590 mm
Klingenbreite (max.)............36 mm

Gruss
blankhans

6

Dienstag, 28. Januar 2014, 07:01

Franz. Infanterie-Säbel AN XI (Briquet)

Hallo Blankhans,

vielleicht kannst Du mir über meinen Säbel ein paar Hinweise geben.
Scheide war nicht dabei. Habe ihn als französisch gekauft.
Paßt der von der Zeit her noch zum 5. Koalitionskrieg von 1809?

Gruß Franz

7

Samstag, 27. Dezember 2014, 11:42

Zivile Fertigung ohne Datierung. Auf Bügel-Innenseite Abnahmemarken und Zahl sowie eine Art Truppenstempel. Weitere Abnahmemarken auf der Parierstangen-Unterseite. Volle Rückenklinge mit Abnahmemarke innen. Aussenseite in Schreibschrift geätzt "Joestt". Geschwärzte Lederscheide mit Messingmontur. Ortblech innen gestempelt "34".

Gesamtlänge..................755 mm
Säbellänge.....................740 mm
Klingenlänge...................600 mm
Klingenbreite (max.)...........37 mm

Gruss
blankhans

8

Montag, 29. Dezember 2014, 21:36

Sabre d´infanterie, modele de l´An 13(1804)

Bei den hier vorgestellten Infanteriesäbeln handelt es sich um das Modell An 13(XIII), 1804! Es ist das bei weitem häufigste auf dem Sammlermarkt und leicht am runden Parierstangenende sowie den 28 Griffwülsten zu erkennen. Als Modell 1816 erfuhr es eine geringfügige Modifikation an der Scheide und blieb bei der regulären Truppe bis 1831 im Dienst.
Das Modell An 9(IX) dagegen weist einen kantig-gestuften Parierstangenknopf, 36 Wülste und eine 59,8cm lange Klinge auf. Die Scheide wird mittels Knopf im Gehänge fixiert. Kurz darauf hat man im Jahr 11( XI) nochmal etwas nachgebessert, die Klinge auf 54,1cm gekürzt und statt des Knopfes wieder einen Schnallriemen verwendet. Quelle: MICHEL PETARD, Des Sabres et des Epees, Troupes a Pieds - de Louis XIV a nos jours, TOME TROISIEME.

Gruß,
Kray

9

Dienstag, 30. Dezember 2014, 10:53

Danke für die fachlichen Erläuterungen.

Gruss
blankhans

10

Mittwoch, 7. Januar 2015, 14:04

Sabre d'infanterie, modèle de l'AN IX mit "nur" 33 Rillen

Ich nehme Bezug auf die Beiträge von Blankahns über Briquets und die fachliche Erläuterung von Kray über die Unterschiede zwischen den Modellen AN IX und AN XI gegenüber dem Modell AN XIII. Herzlichen Dank für diese Beiträge.

Ich kann hier zwei Modelle AN 9 (also 1800) vorstellen, die mir wegen der Anzahl Rillen ein Rätsel aufgeben. In der französischen Fachliteratur lese ich auch, dass das Modell AN 9 36 Rillen haben sollte. Die beiden AN 9 in meiner Sammlung haben aber nur 32 Rillen plus eine breitere Rille über der Parierstange. Die Klingen sind auf dem Rücken gezeichnet mit Manuf=re N=le du Klingenthal Coulaux frères. Beide Klingen haben eine Länge von 59,5 cm. Von den Punzen ist nur das B erkennbar (S.F. Beaumaretz, inspecteur 1803-1807).

Ein weiteres noch kurioseres Modell hat 33 gleiche Rillen. Das Parierstangenende ähnelt derjenigen des AN IX, hat aber einen Rundkopf als Ende. Im Gegensatz zum Modell AN XIII ist dieser aber nicht so stark ortwärts abgebogen und endet auch nicht in einem tropfenförmige Ende, wie bei den Modellen AN XIII üblich. Die Klinge ist beschriftet mit M=fture Imp=le du Klingenthal Coulaux frères entrep=rs. Die beiden Punzen auf Klinge und Griff sind identisch. Ein umrandetes B (Baumaretz) und ein M mit Zahnrad darüber (Mouton). Die Klinge ist mit 58,5 cm kürzer als bei beiden andern Modellen.

Zur zeitlichen Einordnung: Nach Blondieu (sabres français 1680 - 1814) ist die Bezeichnunge M=fture Nat=le de Klingenthal Coulaux frères Entrep=rs in die Zeit um 1801-1802 einzuordnen. Imp=le folgt erst ab 1806 und M=fture Imp=le de Klingenthal gefolgt von Monat und Jahr erst abe 1810. J.G. Bick (B mit Kettenumrandung) war Contrôleur von 1794-1825. J.J.Mouton (M mit Blume darüber) war Contrôleur von 1783 - 1809

11

Donnerstag, 8. Januar 2015, 20:03

Hallo schmiede39,

na das ist jetzt wirklich interessant! Es gibt doch immer wieder Überraschungen und jede Menge Forschungsbedarf . . . Frage doch mal hier http://www.bertrand-malvaux.fr/contact an, vielleicht kann er weiterhelfen!

Gruß,
Kray

12

Samstag, 10. Januar 2015, 14:01

Von den Punzen ist nur das B erkennbar (S.F. Beaumaretz, inspecteur 1803-1807).

Liebe Forumsfreunde!
Nachdem ich hier sofort die vorhandene Expertise orten konnte-anders gesagt-ihr seid bei diesem Thema wirklich gut drauf, wie würdet ihr meinen offensichtlich in österr. Diensten gestandenen "Briquet" einschätzen bzw insbesondere seine Marken etc -hier ganz besonders sein "B" ?Herzlichen Dank im voraus!
siehe
k.u.k. Marine-UO Säbel M1828/73 Ex-Sabre Briquet
A.E.I.O.U.