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Samstag, 2. März 2013, 13:49

Benötige Hilfe bei Säbel Bestimmung

Hallo,
habe hier einen Säbel den ich nicht zuordnen kann-wobei es auch keinerlei Stempel vorhanden sind.Hier noch die Maßen: Gesamtlänge 87cm. Klingenlänge 73cm. Klingenbreite 3cm. Stärke 0,5cm.
Vielen Dank im Voraus

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Montag, 4. März 2013, 22:51

Hallo Alex22,

Dein Säbel ähnelt dem französischen Infanterie-Offizier-Säbel Mle 1821. s. DWJ Heft 8/1968, S. 616. Mehr kann ich leider dazu nicht sagen.

Gruß Hans

3

Dienstag, 5. März 2013, 10:42

Hallo Zusammen
und genauso ähnelt er dem Schweizer Offizierssäbel 1852. Smile
gruss chregu

4

Dienstag, 5. März 2013, 11:44

Der Schweizerische Säbel für unberittene Offiziere Eidg Ord 1842/52 nimmt ausdrücklich Bezug auf das französische Modell. "Der Säbel, nach französischem Modell 1822" (Reglement über die Bewaffnung u. Ausrüstung vom 20.Aug. 1842). Der Gesetzgeber hatte sich sogar um ein Jahr geirrt, denn es handelt sich um den sabre des officiers d'infanterie, modèle de 1821.
Obschon bei den schweizerischen Modellen an den Klingen zum teil abenteuerliche Abweichungen von den französischen Einheitsmassen vorkommen, ist mir eine Klinge mit breitem Hohlschliff und ohne Rückenhohlschliff bis anhin nie begegnet. Es gibt Säbel mit nur einem Hohlschliff, ohne Rückenhohlschliff, aber dieser ist nicht so breit wie auf dem Bild.
Trotzdem würde ich die Schweiz nicht gänzlich ausschliessen. Die Waffen wurden von den Kantonen beschafft, von allen möglichen Herstellern und Lieferanten. Das Bundesheer setzte sich damals noch im Bereich Infanterie ausschliesslich aus Kontingenten der Kantone zusammen. Somit liegen grosse Abweichungen in den Massen der Griffwaffen in der Natur der Sache.

5

Dienstag, 5. März 2013, 16:58

Danke für eure Beteiligung, obwohl die Frage nicht entgültig geklärt ist-haben mir eure Beiträge doch sehr geholfen.
Gruß,
Alex

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Mittwoch, 6. März 2013, 14:35

Hallo Alex 22
nochmals herzlichen Dank für das Bild. Im Vergleich wird das Auge geschärft. Mir sind noch zwei Abweichungen von den schweizerischen und französischen Modellen aufgefallen. Die Waffe auf dem Bild hat unten am Plateau keinen Randwulst, das Plateau endet also glatt. Die französischen und schweizerischen Modelle dagegen weisen eine "prise pointe", einen sogenannten Spitzenbrecherrand auf.
Eine weitere Abweichung betrifft das Parierstangenende. Auf dem Bild endet die Parierstange in einer ortwärtsgebogenen glatten Rolle. Bei den französischen und schweizerischen Modellem mündet die Parierstange in ein Knospenende oder in eine Scheibe mit floralem Dekor.